"Sie haben eine gute Nachricht" in Magdeburg

Kirchentag auf dem Weg in Magdeburg, Bildrechte: r2017.org

epd | 16.03.2017

Magdeburg (epd). Unter dem Motto "Sie haben 1 gute Nachricht" bietet der "Kirchentag auf dem Weg" in Magdeburg vom 25. bis 28. Mai rund 400 Veranstaltungen für Christen und Nicht-Christen.

Die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Ilse Junkermann, bezeichnete die "Kirchentage auf dem Weg" am Donnerstag in Magdeburg als eine Besonderheit. Sie erinnerte an die regionalen Kirchentage in der DDR, insbesondere im Lutherjahr 1983, in dem auch ein Protestantentreffen in Magdeburg stattfand. Damals seien sehr wichtige Impulse von den Veranstaltungen ausgegangen, die auch wichtig waren für die friedliche Revolution 1989. Junkermann hoffte, ein Stück weit daran anknüpfen zu können und die christliche Sicht in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.

Zudem betonte die Landesbischöfin, dass das Ereignis "von Beginn an ökumenisch geplant" worden sei. Daher sei ein Höhepunkt auch der ökumenische Gottesdienst an Christi Himmelfahrt, gemeinsam mit dem Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige. "Wir feiern über Konfessionen hinweg." Junkermann hofft zudem auf "ein gutes Signal der Weltoffenheit in die Landeshauptstadt". Oberbürgermeister Lutz Trümper (parteilos) sprach von hochaktuellen Themen und nannte als Beispiel einen Schwerpunkt des Kirchentages: Frieden. Es gehe um wichtige Fragen, die in der Gesellschaft und auf dem Kirchentag diskutiert werden müssten.

Erwartet werden zum Kirchentag in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt rund 20.000 Besucher. 15.000 Programmhefte wurden bereits gedruckt. Zu den Highlights im Programm gehören neben Gottesdiensten, Bibelarbeiten und Andachten zum Sonnenaufgang auch ein Twittergottesdienst und eine Schiffsprozession auf der Elbe. Inhaltliche Schwerpunkte liegen unter anderem auf den Bereichen Medien und Digitalisierung sowie dem Thema Frieden. Für den Twittergottesdienst in der Wallonerkirche wird ein erfahrenes Team aus dem Rheinland die Magdeburger unterstützen. Der Gottesdienst soll im Internet übertragen werden, die Tweets werden in den Gottesdienst aufgenommen.

Annette Berger, Vorsitzende des Programmausschusses, sagte am Donnerstag, der Kirchentag sei ein geeigneter Ort dafür, Fragen zu stellen und zu diskutieren, die die gesamte Gesellschaft betreffen. Darin liege auch eine große Chance der Veranstaltung, Dinge zu hinterfragen, auch offen für Kritik zu sein, sich an Debatten zu beteiligen und Gott zu finden. Das Programm biete für jeden Geschmack etwas.

Im Magdeburger Dom steht das Thema Frieden im Mittelpunkt. In einer Performance sollen vor dem Dom 500 Friedenstauben auf ihren Weg geschickt werden. Zudem gibt es Vorträge, Diskussionen, Gespräche. Domprediger Jörg Uhle-Wetter sagte, es werde Wert auf Vertiefung und Weiterführung gelegt, dass man die Gedanken aus den Veranstaltungen mitnimmt. Im Wissenschaftshafen wird eine temporäre Anlegestelle für Boote eingerichtet, die auf dem Wasser zum Kirchentag pilgern. Bis zu 100 Boote werden erwartet. Aus Hamburg komme die Flussschifferkirche, die einzige schwimmende Kirche in Deutschland. Zudem steht ein Hafenfest auf dem Programm.

Magdeburg war die erste protestantische Großstadt und einst Medienzentrum der Reformation. Am 25. Mai beginnen in acht mitteldeutschen Städten "Kirchentage auf dem Weg", die zusammen mit dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag zum Festwochenende führen. Zum großen Abschlussfestgottesdienst am 28. Mai auf den Elbwiesen im Süden von Wittenberg werden Hunderttausende Menschen erwartet.



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