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PM 147 — 16.10.2012

Einsatz gegen „blutige Handys“: Thüringer Christen schalten ab und protestieren

Evangelische Christen aus Thüringen protestieren gegen die Verwendung von Rohstoffen, deren Abbau zu Konflikten führt. Im Vordergrund steht dabei das Mineral Coltan, um das im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein blutiger Bürgerkrieg geführt wird. Das Erz wird hauptsächlich für die Herstellung von Mobiltelefonen gebraucht. Nach einer Aktionswoche der "Micha-Initiative" zum Rohstoffhandel unter dem Motto "Eine Woche ohne Handy" sollen bis zum 7. November Politiker zum Handeln aufgefordert werden.

So wollen die Konfirmanden der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Gotha Politiker des Europa-Parlamentes mit Protest-Briefen für das Thema sensibilisieren. Die Jugendlichen haben den Dokumentarfilm "Blutige Handys" gesehen und daraufhin beschlossen, aktiv zu werden. Auch bei einem Gemeindeabend der Kirchengemeinde war der Film zu sehen, und zum "Micha-Sonntag" am 14. Oktober wurde das Thema innerhalb eines Gottesdienstes aufgenommen.

In Erfurt haben sich ebenfalls Christen für den einwöchigen Verzicht auf Handy, Fernseher oder Laptop entschieden, hier gab es Informations-Veranstaltungen sowie Aktionen von Christen in Läden für Mobiltelefone.

Hintergrund:
Die "Micha-Initiative" hatte Christen dazu aufgerufen, vom 7. bis 14. Oktober deutschlandweit ihr Handy abzuschalten, um auf undurchsichtige Geschäfte beim Coltan-Handel aufmerksam zu machen. Das Erz Coltan wird für Handys und andere elektronische Geräte im Osten des Kon-gos abgebaut, daraus resultieren ein blutiger Bürgerkrieg, Menschenrechtsverletzungen und Korruption. Die Micha-Initiave fordert, dass Unternehmen verpflichtet werden, ihre Handels-partner und Finanzströme offenzulegen. Einnahmen sollen gerechter verteilt und Konfliktroh-stoffe geächtet werden.
Die "Micha-Initiative" wird von der Deutschen Evangelischen Allianz getragen und von mehr als 40 christlichen Organisationen unterstützt. Sie setzt sich mit Partnerkampagnen in über 40 Ländern für die Umsetzung der UN-Millenniumsziele und für mehr globale Gerechtigkeit ein.

Weitere Informationen im Internet: www.micha-initiative.de

 

Bei Rückfragen:
Susanne Sobko, 0162-2048755

 



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