Chronik Kirchen in der DDR 1945 - 1950
7./8.5. Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht.
23.8. In einem Hirtenwort danken die Bischöfe Priestern und Gläubigen „für die unerschütterliche Treue, die sie der Kirche in schweren Zeiten gehalten haben“, und bekennen die Mitschuld der Katholiken am Aufkommen des Nationalsozialismus.
31.8. Konstituierung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im hessischen Treysa.
18./19.10. Die vorläufige Leitung der EKD verabschiedet in Anwesenheit von namhaften Vertretern der Ökumene das „Stuttgarter Schuldbekenntnis“.
1946
21./22.4. Zusammenschluss von KPD und SPD in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) zur SED.
Ostern: Der Berliner Kardinal Konrad von Preysing befürwortet in einem Pastoralschreiben eine „angemessene Verteilung“ des Bodens, wendet sich zugleich aber gegen willkürliche Enteignungen.
1947
28.1. Eine SED-Kulturkonferenz lehnt den von der CDU propagierten „christlichen Sozialismus“ als „Betäubungsmittel“ ab.
7.2. Kardinal von Preysing vergleicht die sowjetischen Speziallager mit den „Konzentrationslagern des Naziregimes“.
8.8. „Wort des Bruderrates der EKD zum politischen Weg unseres Volkes“ („Darmstädter Wort“).
Dezember: Der evangelische Erfurter Pfarrkonvent warnt in einem Schreiben an die Räte der EKD und der Evangelischen Kirche der Union (EKU) vor den Gefahren der gegenseitigen Aufrüstung im Osten und Westen und dem Risiko eines Krieges im geteilten Deutschland.
20.12. Kardinal von Preysing gesteht nur der Gesamtheit der katholischen Bischöfe das Recht zu, öffentliche Erklärungen zu Zeitfragen abzugeben.
1948
8.4. Wort des Rates der EKD zur Judenfrage.
1./5.9. Schulderklärung des deutschen Katholizismus im Blick auf die Verbrechen des Nationalsozialismus auf dem 72. Katholikentag in Mainz.
1949
28.1. Die SED erklärt sich zur „Partei neuen Typus“ und „Kampfpartei des Marxismus-Leninismus“.
Frühjahr Bischof Dibelius vergleicht in einem Gemeindebrief das SED-Regime mit dem der Nationalsozialisten.
1.4. Verbot des in Westberlin erscheinenden katholischen „Petrus-Blattes“ in der DDR.
7.10. Gründung der DDR.
1950
12.1. Kardinal von Preysing verurteilt unter Hinweis auf die sowjetischen Speziallager Sachsenhausen und Buchenwald erneut die „Schmach der Konzentrationslager“.
28.4. DDR-Ministerpräsident Grotewohl und die evangelischen Bischöfe beraten über einen Modus Viventi zwischen dem SED-Staat und den Kirchen.
29.6. Auf Weisung des Vatikans wird die Ostdeutsche Bischofskonferenz (später: Berliner Ordinarienkonferenz, BOK) gebildet.
20./24.7. Der III. Parteitag der SED verabschiedet den Entwurf zum 1. Fünfjahrplan.
4.8. Verbot der Zeugen Jehovas.
"Die Kirche in der DDR"
Die Realität des kirchlichen Lebens wird im Gegensatz zur Äußerung des DDR-Partei- und Staatschefs an einer Chronik über die Kirchen in der DDR deutlich:
- Jahre von 1945 - 1950
- Jahre von 1951 - 1960
- Jahre von 1961 - 1970
- Jahre von 1971 - 1980
- Jahre von 1981 - 1990
Die Chronik ist entnommen aus der Publikation "Die Kirche in der DDR" von Professor Dr. theol. Peter Maser in der Reihe Deutsche ZeitBilder der Bundeszentrale für politische Bildung mit Zustimmung des Autors. Das Bildmaterial ist Bestandteil der Internet-Enzyklopädie www.wikipedia.org
Audio & Video
Aktionen








