Von Bonifatius bis Luther
Obwohl die Landeskirche noch relativ jung ist, kann sie auf eine lange Geschichte zurückblicken.
So gibt es seit dem 6. Jahrhundert Christen in Thüringen. Bonifatius weilte 719, 724/26 und 742 in Thüringen. Im Mittelalter gab es zahlreiche Klostergründungen bekannter Orden in Thüringen wie z.B. 1085 Reinhardsbrunn (Benediktiner), 1130 Volkenroda (Zisterzienser), 1131 Veßra (Prämonstratenser), 1224 Erfurt (Franziskaner), 1228 Erfurt (Dominikaner), 1258 Gotha (Augustinereremiten). Nach 1221 entwickelte sich in Zwätzen bei Jena die Ballei des Deutschritterordens für Thüringen.
Bekannt ist Elisabeth von Thüringen (1207-1231), die mit vier Jahren mit dem Thüringischen Landgrafen Ludwig IV. verlobt wurde. Die Landgräfin wollte Christus nachfolgen. Dies drückte sich privat in Askese und Gebet sowie öffentlich in der Gründung eines Spitals und der Speisung Armer aus.
Thüringen ist auch das Land Martin Luthers und der Reformation. Luther sprach von Eisenach, wo er zahlreiche Verwandte hatte und die Schule besuchte, als seiner ”lieben Stadt”. In Erfurt studierte er von 1501 bis 1505 an der Universität. Dort wurde er auch 1507 zum Priester geweiht.
Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte
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Fax 0361/5624225
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kirchengeschichte-thueringen.de
Auf Anregung des Jenaer Kirchenhistorikers Karl Heussi und des Kirchenrates Rudolf Herrmann wurde im Januar 1929 die "Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte" gegründet. Seit 1993 ist sie e.V.
Seit dem 6. Jahrhundert gibt es Christen in Thüringen. Der Verein will die Christentumsgeschichte Thüringens erforschen und die Erforschung fördern. Die Ergebnisse sollen bekannt und für Kirche, Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden. Die Gesellschaft lädt in der Regel einmal jährlich zu einer Wochenendtagung ein.
Veröffentlicht werden die "Beiträge zur Thüringischen Kirchengeschichte. Neue Folge" und gemeinsam mit anderen ostdeutschen Vereinen das Jahrbuch "Herbergen der Christenheit". Inzwischen liegen auch vier Teilbände des "Thüringer Pfarrerbuchs" vor. Damit sind Biographien, Berufsweg und die Familien der Pfarrer, die vom Beginn der Reformation bis 1918 in Thüringen lebten und wirkten, dokumentiert.
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