Altbischof Dr. Christoph Demke
Von 1983 bis 1997 stand Dr. Christoph Demke als Bischof an der Spitze der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Daneben war er von 1990 an Vorsitzender der Konferenz der Kirchenleitungen des Bundes evangelischer Kirchen in der DDR und leitete diesen Bund bis zu dessen Auflösung im Sommer 1991. Für das Lutherjahr 1983 in der DDR war er Sekretär des Kirchlichen Lutherkomitees. Als letzter Vorsitzende der Konferenz der Kirchenleitungen führte er im Januar 1990 die Loccumer Gespräche mit, die zum erneuten Zusammenschluss der evangelischen Landeskirchen in Ost- und Westdeutschland zur gemeinsamen Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) führten.
In seinen zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen beschäftigte sich Demke mit aktuellen Fragen zu Kirche und Gesellschaft. So hielt er es für wichtig, dass die Kirche die Arbeitswelt im Blick behalte und ihrem sozialen Auftrag entspreche. Erfahrungen aus der Vergangenheit sollten Demkes Ansicht nach nicht außer Acht gelassen werden bei der Suche nach neuen Wegen. Sein Brief an die kirchlichen Mitarbeiter in der Vorwendezeit August 1989 "Fragen nach der Wirklichkeit" hatte weit über die Kirchenprovinz hinaus Menschen ermutigt und gestärkt.

Altbischof
Dr. Christoph Demke
Kurzbiografie
Christoph Demke wurde 1935 in Bunzlau/ Schlesien, dem heutigen Boleslaviec, geboren. Von 1953-1958 studierte er an der Humboldt- Universität im damaligen Ost-Berlin Theologie. Seine Promotion schloss Demke 1962 an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Zehlendorf (West) ab.
Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 beteiligte er sich an dem Aufbau der kircheneigenen Theologischen Hochschule in Berlin (DDR), dem Evangelischen Sprachenkonvikt. Zunächst arbeitete der Theologe als Vikar und Pfarrer. 1964 wurde er an das Sprachenkonvikt als Dozent für das Fach "Neues Testament" berufen.
Von 1975 an arbeitete er nebenamtlich und ab 1977 hauptamtlich als Sekretär der Theologischen Kommission im Sekretariat des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Er wurde 1981 zum Leiter dieses Sekretariats befördert und arbeitete in diesem Amt bis zu seinem Antritt als Bischof 1983 in Magdeburg.
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