Leipzig
(10.12.2011) — Reformationsorte in Mitteldeutschland
Oft besuchte Luther die Messestadt, die er als "bösen Wurm" charakterisieren konnte. Als wichtigster Aufenthalt gilt seine Teilnahme an der "Leipziger Disputation" im Sommer 1519 auf der Pleißenburg, ein theologisches Streitgespräch zwischen Luther und dem Ingolstädter Professor Johann Eck über Papst und Ablass. Die Reformatoren bezweifelten dabei die alleinige Lehrautorität des Papstes.
Die Reformation konnte in L. erst nach dem Tod von Herzog Georg dem Bärtigen, einem erklärten Gegner Luthers, zu Pfingsten 1539 mit einer Predigt Luthers in der Thomaskirche eingeführt werden. Johann Pfeffinger trieb sie ab 1540 als Superintendent und Theologieprofessor voran. Im August 1545 nimmt Luther die alte Dominikanerklosterkirche mit einem Gottesdienst als Universitätskirche in Dienst.
L. war als wichtige Buch- und Verlagsstadt wichtig für Fortgang und Stabilisierung der Reformation. Luthers Schriften und evangelische Gesangbücher wurden in hoher Auflage verbreitet.
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