Schmalkalden
(10.12.2011) — Reformationsorte in Mitteldeutschland
Schmalkalden - verknüpft mit Luthers "Privatbekenntnis":
Sch. ist als ehemals hessische Stadt durch Landgraf Philipp von Hessen eng mit der Reformationsgeschichte verbunden. Hier wurde in der letzten Dezemberwoche des Jahres 1530 der Schmalkaldische Bund gegründet, ein Schutzbündnis der Protestanten gegen den Kaiser. Sieben Fürstentage werden in der Stadt abgehalten, der im Jahre 1537 abgehaltene ist in die Geschichte als "glanzvollster Fürstentag" eingegangen. Luther legte dort die "Schmalkaldischen Artikel" vor - mit seinem Herzblut geschrieben werden die Glaubenssätze als Luthers "Privatbekenntnis" bezeichnet und gehören noch heute zum festen Bestand der Bekenntnisschriften. Dies seien die "Artikel, darauf ich stehen muss und stehen will, bis in meinen Tod, ob Gott will, und weiß darinnen nichts zu ändern noch nachzugeben". Luther muss - schwer nierensteinkrank - im Februar 1537 mit letzter Kraft vorzeitig abreisen und überlebte wohl nur, weil der Stein sich wegen der holpernden Kutsche hinunter nach Tambach gelöst hat.
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