Erfurt
(10.12.2011) — Reformationsorte in Mitteldeutschland
Erfurt - "liegt am besten Ort"
Für Luther war E. seine geistige Heimat. Er absolvierte von 1501-1505 das Grundstudium der freien Künste und Philosophie an der Erfurter Universität, wohl im Collegium maius, dem heutigen Sitz des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Vertraut war ihm auch die benachbarte Michaeliskirche.
Gewohnt hat er u. U. in der Georgenburse. Nach seinem Gewittererlebnis trat er am 17. Juli 1505 gegen den Willen seines Vaters als Mönch dem Orden der Augustinereremiten im Augustinerkloster bei. Luther studierte von 1507 bis 1509 in Erfurt Theologie, unterbrochen durch einen Lehraufenthalt in Wittenberg und die Romreise, bevor er endgültig nach Wittenberg wechselte. Einem Triumphzug glich sein Besuch in Erfurt auf der Reise nach Worms im April 1521. Auch in den folgenden Jahren besuchte Luther Erfurt, zuletzt im Juli 1540 gemeinsam mit Justus Jonas und Philipp Melanchthon.
Die Durchsetzung der Reformation in E. ist eng mit dem Augustinermönch und Theologieprofessor Johann Lang verbunden.
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