Mansfeld
(10.12.2011) — Reformationsorte in Mitteldeutschland
Im Jahre 1484 siedelte die Familie Luder von Eisleben nach Mansfeld über, Martin war gerade ein Jahr alt. Die Stadt, 12 Kilometer von Eisleben und ca. 110 Kilometer von Wittenberg entfernt, hatte damals ebenso viele Einwohner wie heute: 2.000.
Die Lutherstraße mit dem Elternhaus, der Lutherplatz mit dem Lutherbrunnen, Schloss Mansfeld und die evangelische Georgskirche mit Lutherbüste und Porträt als Pastor von 1540 erinnern daran, dass Luther in Mansfeld seine Kindheit und frühe Jugend verbracht hat. Hier besuchte er Stadt- und Lateinschule und lebte mit Eltern und vermutlich zwölf Geschwistern über die Jahre in finanziell immer stabileren Verhältnissen.
In späteren Jahren kam Luther immer wieder nach Mansfeld, nicht allein wegen seiner privaten Verbindungen, so auch auf seiner letzten Reise, um die Streitigkeiten der Mansfelder Grafen zu schlichten.
Der Lutherbrunnen von Paul Juckoff aus dem Jahr 1913 hat drei Hauptreliefplatten: Luther als 13-Jähriger "Hinaus in die Welt"; Luther bei Thesenanschlag "Hinein in den Kampf" und Luther vorm Wormser Reichstag "Hindurch zum Sieg".
Als eigentliche Reformatoren des Mansfelder Landes gelten Erasmus Sacerius (1501-1559) und Cyriakus Spangenberg (1528-1604).
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