Beichte
Jede und jeder hat hin und wieder "was zu beichten". Was umgangsprachlich geschieht, geht auf eine kirchliche Handlung zurück. In der Beichte darf ich sagen, was ich falsch gemacht habe. Ich darf Schuld bekennen, bereuen und um Vergebung bitten. In der katholischen Kirche findet im Beichtstuhl eine persönliche Beichte beim Priester statt, die sogenannte Ohrenbeichte. Sie ist mit Auflagen zur Buße verbunden und endet mit der Absolution, der Lossprechung von Schuld.
Die evangelischen Christen bekennen gemeinsam im Gottesdienst ihre Fehler. Wobei jeder Einzelne im Stillen seine Schuld bekennt. Der Geistliche vergibt im Namen Christi die Sünde - mit Worten oder auch mit Auflegen der Hände. Diese allgemeine Beichte geschieht zum Abendmahl oder an besonderen Festtagen wie Karfreitag oder Buß- und Bettag.
Darüber hinaus kann ich auch als evangelischer Christ mit Pfarrer oder Pfarrerin ein persönliches Beichtgespräch führen: ein Seelsorgegespräch, das auch mit einem Ritual zur Absolution verbunden sein kann. Für die Beichte gilt das Seelsorge-Geheimnis, das die Geistlichen zum Stillschweigen über alle Gehörte verpflichtet.
Kirche von A-Z
Kirche: Nach urchristlichen Verständnis ist die Kirche das gesammelte Gottesvolk: die Gemeinschaft aller Getauften, aller Menschen, die sich zu Jesus Christus bekennen. Heute bezeichnet "Kirche" als Institution die "christliche Religionsgemeinschaft".
Im Laufe der Geschichte haben sich aus der Urkirche unterschiedliche christliche Kirchen entwickelt. Man unterscheidet die drei Hauptlinien: römisch-katholische Kirche, orthodoxe Kirche und die evangelischen Kirche. Das Bemühen, über alle Trennungen hinweg die Gemeinsamkeiten zu betonen, nennt man die Ökumenische Bewegung.
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