Corona-Pandemie: Informierende Mediennutzung der Deutschen gestiegen

Berlin (epd). In den ersten Monaten der Corona-Pandemie ist die informierende Mediennutzung der Deutschen deutlich gestiegen.

Über alle Mediengattungen hinweg legte sie seit Mitte März bei der Bevölkerung ab 14 Jahren um rund elf Prozent zu, wie aus einer Schwerpunktstudie der Medienanstalten zum Informationsverhalten der Deutschen in der Pandemie hervorgeht, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Vor allem jüngere Nutzer im Alter zwischen 14 und 39 Jahren hätten sich im Corona-Zeitraum deutlich häufiger informiert.

Spitzenreiter in der Tagesreichweite war das lineare Fernsehen, gefolgt von Internet und Radio. Den größten Zuwachs gab es mit 18,9 Prozent beim Internet, dahinter lagen Radio (plus 10,1 Prozent) und Fernsehen (plus 9,6 Prozent). Die informierende Tagesreichweite der Tageszeitungen (plus 2,3 Prozent) und Zeitschriften (plus 2,2 Prozent) stieg dagegen vergleichsweise gering. Dabei sei allerdings zu beachten, dass es sich bei informierenden Inhalten im Internet häufig um Content von Rundfunk- oder auch Printunternehmen handelt, erklärten die Medienanstalten.

Die Schwerpunktstudie untersuchte die Monate März bis Juni und ist eine Sonderauswertung der Mediengewichtungsstudie für das erste Halbjahr 2020. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren. Das Institut Kantar Media Research führte im untersuchten Corona-Zeitraum im Auftrag der Medienanstalten rund 1.700 Telefoninterviews.



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