Thüringen will Corona-Regeln für Pflegeheime lockern

Erfurt (epd). Thüringen plant schrittweise Lockerungen der Anti-Corona-Regeln zum Schutz von Pflegebedürftigen und Behinderten.

Besuchsverbote für stationäre Einrichtungen der Pflege und besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen sollen nach und nach gelockert werden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Erfurt mit. Außerdem sei eine Aufhebung der Betretungsverbote unter anderem in Werkstätten für behinderte Menschen, Arbeitsbereichen von Tagesstätten sowie in Frühförderstellen vorgesehen. Ein entsprechender Erlass soll am Mittwoch in Kraft treten.

Menschen in Pflegeinrichtungen und Menschen mit Behinderungen seien besonders hart von den Kontaktbeschränkungen betroffen, betonte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Durch die Maßnahmen zu ihrem Schutz fehlten auch die gewohnten sozialen Kontakte und Bezugspersonen. Die Einschränkungen sollen deshalb behutsam zurückgefahren werden. Damit solle "ein Stückchen Normalität und Tagesroutine" zurückkehren und zugleich ein "größtmöglicher Infektionsschutz" gewährleistet werden.

Jede Einrichtung müsse ein eigenes Besuchskonzept erstellen, hieß es. In stationären Einrichtungen der Pflege und besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderungen seien wiederkehrende Besuche nur für eine fest definierte Person zugelassen. Besuche seien nur für täglich maximal zwei Stunden erlaubt. Abstands- und Hygienemaßnahmen müssten eingehalten werden. Besucher und Bewohner sollen, soweit es der Gesundheitszustand zulässt, während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.



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