Logo Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Logo Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Suchkategorie auswählen

Newsletter

EKM-Presse-Abo und mehr ...
Immer gut informiert.

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt

Fon 0800 - 50 40 60 2
landeskirchenamt@ekmd.de


Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit

Heute ist ihr Geburtstag. Sophie Scholl. Am 9. Mai 1921 in Forchtenberg in Württemberg geboren, wächst sie auf in einem Elternhaus mit einem weiten Horizont. Die Mutter legt ihr den christlichen Glauben in die Wiege.

Eine Jugendfreundin erinnert sich an die junge Sophie:

„Sie war wie ein feuriger wilder Junge, trug die dunkelbraunen glatten Haare im Herren Schnitt.

Sie war lebhaft, keck, mit heller klarer Stimme, kühn in unseren wilden Spielen und von einer göttlichen Schlamperei.“

 

1940 beginnt Sophie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin.

Nach anfänglicher Begeisterung und dem Beitritt zum Bund Deutscher Mädel,

distanziert sie sich später vom Nationalsozialistischen Denken.

Ein Grund dafür: ihr christlicher Glaube.

 

Sie kämpft mit sich.

Sie schreibt:

„Ich bin Gott noch so ferne, daß ich ihn nicht einmal beim Gebet spüre … 

Doch hilft dagegen nur das Gebet, und wenn in mir noch so viele Teufel rasen,

ich will mich an das Seil klammern,

das mir Gott in Jesus Christus zugeworfen hat.“

 

Aus ihrem Glauben heraus entschließt sich Sophie Scholl zum Widerstand gegen die Menschenfeindlichkeit des Nationalsozialismus.

Sie schreibt und verteilt Flugblätter, die versuchen wachzurütteln.

 

Sie riskiert ihr Leben - und sie verliert es.

Am 22. Februar 1943 wird Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans und Christoph Probst hingerichtet.

 

Es ist überliefert, dass Sophie in der Nacht vor ihrer Hinrichtung davon träumt,

wie ihre Gedanken auch über ihren Tod weiterleben werden. 

 

So spricht Sophie Scholl aus ihren Flugblättern zu uns heute:

„Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit,

den ihr um Euer Herz gelegt.“

Und:

„Entscheidet euch, eh‘ es zu spät ist!“

 

Ramón Seliger, Diakonie, Weimar.

Artikel teilen