Wie sieht Sachsen-Anhalt aus, wenn Wahlprogramme zu Bildern werden? | „Hallo KI – wen wähle ich in Sachsen-Anhalt?“ macht politische Zukunftsvorstellungen sichtbar
Wie würde Sachsen-Anhalt aussehen, wenn die politischen Ziele der Parteien konsequent umgesetzt würden? Welche Bilder entstehen, wenn Künstliche Intelligenz Wahlprogramme nicht erklärt, sondern visualisiert?
Mit dem Projekt „Hallo KI – wen wähle ich in Sachsen-Anhalt?“ entstehen zur Landtagswahl 2026 KI-generierte Bilder, die politische Inhalte auf ungewohnte Weise erfahrbar machen. Die Visualisierungen basieren auf den Wahlprogrammen ausgewählter Parteien und übersetzen deren Schwerpunkte, Werte und Zukunftsvorstellungen in eindrucksvolle Bildwelten. Sie sollen nicht bewerten, sondern zum Vergleichen, Hinterfragen und Diskutieren anregen.
Hinter dem Projekt steht ein breites Bündnis aus Wissenschaft, politischer Bildung und Erwachsenenbildung: Das Institut für Demokratie und Künstliche Intelligenz (IDemKI) in Tübingen setzt das Vorhaben gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen Sachsen-Anhalt e. V., der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt sowie weiteren Partnern und Akteuren um.
Die Bilder werden sowohl digital auf www.landtagswahl.ai/lsa als auch im Rahmen von Ausstellungen und Begleitveranstaltungen in Sachsen-Anhalt präsentiert. Sie laden dazu ein, politische Zukunftsvorstellungen zu vergleichen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen. So entsteht ein innovatives Dialogformat an der Schnittstelle von Demokratie, politischer Bildung und Künstlicher Intelligenz. Die KI-generierten Bildwelten werden bis zur Landtagswahl 2026 an unterschiedlichen Orten im Land gezeigt und diskutiert.
Ein zentraler Termin des Projekts ist die öffentliche Präsentation am 27. August 2026 in der Städtischen Volkshochschule Magdeburg (Leibnizstraße 23). Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind bereits um 17 Uhr zu einem Pressetermin eingeladen, die öffentliche Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.
Flankiert wird das Projekt von der Social-Media-Kampagne „Hey, was geht ab in Sachsen-Anhalt?“. In einem Influencer:innen-Dialog diskutieren junge Stimmen aus Sachsen-Anhalt und den alten Bundesländern zentrale Zukunftsfragen ihrer Generation. Die Kampagne schafft zusätzliche digitale Gesprächsräume und bringt die Themen des Projekts direkt in die Lebenswelt junger Menschen.
Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sagt zu dem Projekt:
„Wahlprogramme in Bildern zu veranschaulichen, ist ein spannendes Experiment. Es kann uns einen neuen Blick auf die unterschiedlichen Zukunftsvisionen geben. KI generierte Bilder bilden sicher nicht die Wirklichkeit ab. Aber sie regen an, uns über unsere Vorstellungen auszutauschen. Diese Auseinandersetzung brauchen wir. Wir brauchen Orte, wo wir uns verständigen können über unsere Visionen, über das, was gut läuft und das, was verändert werden muss. Da sind wir alle gefragt, ob Politik, Kirche oder Zivilgesellschaft. Zukunft können wir nur gemeinsam bauen.“
Annette Berger, Leiterin, Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland:
„Was für ein Gewimmel! So unterschiedlich kann unsere Zukunft aussehen! Klar, jede Partei hat ihre eigenen Vorstellungen, so wie auch wir alle unterschiedliche Ideen von der Zukunft haben. Genau dazu will das Projekt einladen: zu Gesprächen über das, was wir verändern und besser machen wollen und über das Wie. Nicht nur in den Parteien wird über den besten Weg gestritten, auch wir müssen und dürfen darüber diskutieren, streiten, fragen und staunen und letztendlich selbst aktiv werden. Denn das ist zutiefst demokratisch. Denn ja, unsere Zukunft geht uns alle an. Wir wollen eine menschenfreundliche, weltoffene und solidarische Zukunft, in der wir alle ein gutes und sicheres Zuhause haben können.“