Bücher
Hier finden Sie Bücher, die sich ausführlich mit den Themen Rechtsextremismus, Demokratie und Mitsprache und ähnlichen Themen auseinandersetzen.
Kirche gegen den Hass - Mit dem alltäglichen Rechtsextremismus umgehen. Theologische und praktische Ansätze für Gemeinden
Bettina Schlauraff, Sönke Lorberg-Fehring (Hg.)
223 Seiten, 24 Euro
ISBN 9783761571033
Neukirchener Verlagsgesellschaft
In der Weltpolitik, aber auch im Kleinen, verändert sich seit Jahren der Ton in eine Richtung: Autoritäre und populistische Parolen gewinnen an Bedeutung. Menschlichkeit gerät unter Erklärungsdruck. Gemeinden sind wichtige Orte, um dem zunehmenden Rechtsruck in Gesellschaft, Kirche und Theologie entgegenzutreten. Ihnen kommt hierbei eine doppelte Verantwortung zu, bei der dieses Praxisbuch sie unterstützt: Zum einen können Gemeinden zu Orten des aktiven Widerstands gegen menschenfeindliche Positionen und Parolen werden. Dafür liefert dieses Buch inhaltliche Argumentationshilfen und praktische Beispiele. Außerdem breitet Rechte Theologie sich auch im kirchlichen Mainstream aus. Deshalb bietet das Buch historische Erklärungen und theologische Einordnungen. Zusätzlich gibt die breite Autorenschaft viele nützliche Praxis-Bausteine für eine sensibilisierende Gemeindearbeit: Von Predigtentwürfen über Beispiele für Gemeindeveranstaltungen bis hin zu übergemeindlichen Initiativen. Mit Beiträgen von u.a.: Thorsten Dietz, Kirsten Fehrs, Bischof Heiner Wilmer SCJ, Andreas Malessa, Lukas Pellio, Kristina Kühnbaum-Schmidt, Sr. Nicole Grochowina.

Souverän - Plädoyer für mehr direkte Demokratie - Ein Essay aus ostdeutscher Perspektive
Ralf-Uwe Beck
240 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-98726-521-1
oekom Verlag
Was heißt es, wirklich souverän zu sein? Der Bürgerrechtler Ralf-Uwe Beck geht dieser Frage in einem Essay nach, verbindet persönliche Erfahrungen mit politischer Analyse. Ausgehend von der friedlichen Revolution 1989 und der enttäuschten Hoffnung auf verbindliche Mitbestimmung zeigt Beck, wie Demokratie von Parteien auf den Wahlakt reduziert wird - und warum das zu Frust und Entfremdung führt.
Mit Sachkenntnis und erzählerischer Kraft schildert er das Potenzial der direkten Demokratie in Kommunen und Ländern und markiert ihr Fehlen auf Bundesebene als zentrale Demokratie-Baustelle. Beck analysiert parteipolitische Blockaden, räumt mit Vorbehalten auf und Ausreden beiseite. Er plädiert für Volksentscheide als notwendige Ergänzung zum Parlamentarismus und als Frustschutzmittel gegen autoritäre Populisten.
