"Herzblatt": Kirchen setzen Herzensgeschichten gegen Hass und AfD-Programmatik
Magdeburg (epd). Rund zehn Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), die Evangelische Landeskirche Anhalts und die Diakonie Mitteldeutschland eine Zeitung zur Wahl herausgegeben.
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"Gegen den Eindruck, es ließe sich nichts bewegen, setzen wir Herzgeschichten, Dinge, die gelingen, wenn Menschen sich einbringen, sich für andere einsetzen, und auf diese Weise christliche Werte vermitteln", sagte der Leiter der EKM-Öffentlichkeitsarbeit, Ralf-Uwe Beck, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Magdeburg.
Mit diesem "Herzblatt" wolle man Mut machen und Werte wie Nächstenliebe, Einsatz für die Schwachen, Toleranz und Respekt wieder ins Zentrum der Diskussionen rücken. Die Zeitung habe zehn Seiten Umfang und erscheine in einer Auflage von 120.000 Exemplaren, hieß es. Im August sei eine zweite Auflage geplant.
Wählen mit Vernunft, statt blind vor Wut
Viele Menschen seien aktuell wegen der hohen Umfragewerte für die AfD in Sorge, hieß es. Andere Menschen seien "besorgt, weil demokratische Prozesse und Institutionen angezweifelt, verächtlich gemacht und unterhöhlt" würden, sagte Beck. So könnten Misstrauen, Hass und Hetze unsere Gesellschaft auseinandertreiben. Doch mit dem "Herzblatt" wollen Kirchen und Diakonie Mut machen.
"Es gibt keinen Grund zu verzweifeln", meint etwa der Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Krankenhausserie "In aller Freundschaft", auf der Titelseite. Und er ruft auf, zur Wahl zu geben, "mit Klugheit, ohne Wut". Denn es gehe letztlich um Weltoffenheit und Vernunft - nicht um blinden Protest.
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"Herzblatt" finden Sie zum Download auf dieser Seite.
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