Magdeburger Friedensappell für Dialog und Verständigung
Magdeburg (epd). Mit einem öffentlichen Friedensappell ruft das Kuratorium Friedensforum Johanniskirche 1631-2031 zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratischen Dialog auf.
Besonders zivilgesellschaftliche Organisationen, religiöse Gemeinschaften sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen seien Orte der Begegnung und des gegenseitigen Respekts, erklärte das Kuratorium in Magdeburg.
Aus Sorge über eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung mahnen die Initiatoren um den früheren sachsen-anhaltischen Landtagspräsidenten Dieter Steinecke (CDU) zu mehr Gesprächsbereitschaft und Verständigung. Der Appell verstehe sich als Einladung, unterschiedliche Sichtweisen in den gemeinsamen Diskurs einzubinden, betonte Steinecke.
Vermitteln zwischen feindlichen Lagern
Der Appell hat vier zentrale Anliegen. Dazu gehören die Förderung von Dialog, die Stärkung von Meinungsfreiheit und Respekt, die klare Zurückweisung von Extremismus sowie die Verbindung von Heimatbewusstsein und gesellschaftlicher Vielfalt. Ziel sei, Räume zu schaffen, in denen Menschen unterschiedlicher Überzeugungen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen suchen können, hieß es.
Dabei erinnert das Friedensforum bewusst an die historischen Friedensreiter bei der Aushandlung des Westfälischen Friedens am Ende des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648, die Verständigung zwischen den feindlichen Lagern ermöglichten. Diese Haltung des Zuhörens, Vermittelns und Brückenbauens sei heute aktueller denn je, hieß es. Dieses Ansinnen gelte es ganz unabhängig vom Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt umzusetzen.
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