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Migrantische Geschäftsleute in Magdeburg streiken

Magdeburg (epd). Anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben migrantische Gewerbetreibende in Magdeburg mit einem Streik gegen ausländerfeindliche Positionen protestiert.

Zahlreiche Geschäfte und gastronomische Einrichtungen beteiligten sich und schlossen am Mittwoch, um gemeinsam mit Unterstützern aus Parteien, Kirchen und Vereinen gegen Hass und Rassismus vor dem Landtag zu demonstrieren. "Wir sind hier. Wir gehören hierher. Und unsere Würde ist nicht verhandelbar", sagte Saaeid Saaeid vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt.

Mit ihrem Streik und dem anschließenden Protestzug bis zum Rathaus am Alten Markt hätten die etwa 200 Teilnehmer ein Zeichen gesetzt, sagte Saaeid: "Menschenwürde gilt für Ärzte genauso wie für Geflüchtete, für Deutsche ebenso wie für Menschen mit ausländischem Pass." Rassismus dürfe nicht relativiert oder akzeptiert werden.

Viele Migranten betreiben Geschäfte und Restaurants

Die Unternehmerin Dilek Toy hatte den Migranten-Streik maßgeblich vorbereitet. Sie wies die Aussagen der AfD über eine Masseneinwanderung von Migranten als unrichtige Behauptung zurück: "Die Ausländerquote liegt hier bei lediglich elf Prozent." Auch seien Migranten nicht die Ursache für die aktuelle Wirtschaftskrise. "Wir leiden genauso darunter", sagte Toy.

"Die AfD hetzt gegen Ausländer. Das ist nicht in Ordnung", sagte Müslüm Kilic, dessen Familie ein Döner-Restaurant betreibt. Die meisten Migranten seien gut integriert, etliche hätten Firmen aufgebaut und beschäftigten Mitarbeiter. "Wir wollen in Freiheit und Sicherheit leben. Und wir wollen respektiert werden", ergänzte Saaeid.


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