Sachsen-Anhalt: Christliche Werte für viele Parteien wichtig
Magdeburg (epd). Viele der in Sachsen-Anhalts Landtag vertretenen Parteien messen christlichen Werten weiter eine Bedeutung zu.
Die Evangelische Allianz lud am Montag in Magdeburg Parteivertreter bei dem Format "Christen fragen Politiker" ein, über Themen wie Glaubensgrundsätze, Menschenwürde und Bildung zu diskutieren. Mitorganisator war der christliche Verein Verantwortung und Werte, dessen Geschäftsführer, Thorsten Moll, die Veranstaltung moderierte. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt.
Moll befragte die Politiker etwa zum Religionsbezug in Sachsen-Anhalts Landesverfassung. In deren Präambel ist von "der Verantwortung vor Gott" die Rede. Digitalministerin Lydia Hüskens (FDP) sowie die Landtagsabgeordneten Juliane Kleemann (SPD), Tobias Krull (CDU) und Hans-Thomas Tillschneider (AfD) befürworteten diese christliche Orientierung. Der Abgeordnete Olaf Meister (Grüne) hob auch die ebenfalls in der Präambel verankerte Verantwortung vor den Menschen hervor. Landtagsvizepräsident Wulf Gallert (Linke) sagte, dass für ihn eher ethische Grundsätze Leitlinien politischen Handelns seien.
AfD will Staatsleistungen der Kirchen nicht mehr streichen
In Bezug auf Bildungsangebote hoben fast alle befragten Politiker die Chancen einer weltoffenen und bunten Gesellschaft hervor. Lediglich der kulturpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Tillschneider kündigte in diesem Kontext an, bei einer Regierungsbeteiligung Lehrpläne und Lehrbücher überarbeiten zu wollen. Tillschneider gab zudem an, die Staatsleistungen für evangelische und katholische Landeskirchen zwar nicht streichen, jedoch nach Mitgliederzahlen umverteilen zu wollen.
Der oben stehende Beitrag ist Teil des Angebotes epd aktuell. Er dient allein zur persönlichen Information, die Rechte liegen beim Evangelischen Pressedienst epd. Die kostenpflichtige Website erreichen Sie unter https://aktuell.epd.de.