"Wir erinnern": Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt planen Kampagne
Magdeburg (epd). Vor dem Hintergrund von Forderungen der AfD nach einer anderen Erinnerungskultur will die Stiftung Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt mit einer Kampagne über ihre Arbeit aufklären.
Geschichtsklitterung und einer weitverbreiteten Tendenz zum Vergessen und Verdrängen setze die Stiftung ein umfassendes Erinnern gegenüber, teilte ein Sprecher in Magdeburg mit. Die Kampagne unter dem Titel "Vergiss es?! Wir erinnern." soll am Montag vorgestellt werden.
Stiftungsdirektor Kai Langer sagte: "Wer eine Gedenkstätte besucht, darf erwarten, dass Geschichte wissenschaftlich fundiert, differenziert und auf der Grundlage anerkannter Standards historisch-politischer Bildung vermittelt wird." Das werde auch in Zukunft gelten. Man wolle zeigen, auf welchen Grundlagen die Stiftung ihren gesetzlichen Auftrag erfülle und ihre Bildungs- und Erinnerungsarbeit gestalte, um Demokratie und Toleranz zu schützen. Zur Stiftung gehören sieben Gedenkstätten mit insgesamt neun Standorten im Bundesland.
Sieben Gedenkstätten thematisieren NS-Geschichte und DDR-Zeit
Der Zweck der Stiftung sei es, dazu beizutragen, dass das Wissen um die einzigartigen Verbrechen während der nationalsozialistischen Diktatur im Bewusstsein der Menschen bewahrt und weitergetragen werde, sagte Langer. Darüberhinaus sei es ihre Aufgabe, die schweren Menschenrechtsverletzungen während der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur darzustellen und hierüber Kenntnisse zu verbreiten und bekannt zu machen.
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