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15-Tonnen-Glocke im Magdeburger Dom angekommen

Magdeburg (epd). Die weltgrößte Glocke einer evangelischen Kirche wurde am Dienstag im Magdeburger Dom von zahlreichen Schaulustigen begrüßt.

Per Schwerlastkran wurde die Bronzeglocke Credamus ("Lasst uns glauben") über das Dompfarrhaus in den Domgarten gehoben. Wie der Förderverein Domglocken Magdeburg mitteilte, wird die verhüllte Glocke am Sonntag im Beisein des mitteldeutschen Landesbischofs Friedrich Kramer und des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), öffentlich präsentiert. "Unser Ziel ist, dass alle Glocken etwa 2030/31 in den Domtürmen läuten", sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Andreas Schumann, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der Guss der Credamus erfolgte am 28. November vergangenen Jahres in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck (Österreich). Sie hat den tiefen Schlagton "d0". Mit ihrem Gewicht von 15 Tonnen ist sie nach dem "Dicken Pitter" im Kölner Dom die zweitgrößte Glocke Deutschlands.

Das Geläut des Magdeburger Doms ist seit fast 500 Jahren nicht mehr vollständig. Die "Credamus" ersetzt die historische "Maxima", die im 16. Jahrhundert zu Boden gestürzt war. Für die Wiederherstellung des Domgeläutes mit insgesamt zwölf Glocken setzt sich seit 2018 der Förderverein Domglocken Magdeburg ein.

Neben der Reparatur einer großen Glocke wurden deshalb acht neue Glocken gegossen. Notwendig seien noch die Klöppel für die neuen Glocken, die sogenannten Joche, sowie Läutevorrichtungen und die Herrichtung der Glockenstühle in beiden Westtürmen der gotischen Kathedrale.


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