310.233 Besucher bei "Luther und die Deutschen"

Jens Schlueter/epd

epd | 06.11.2017

Eisenach (epd). Die Nationale Sonderausstellung "Luther und die Deutschen" auf der Wartburg hat bis zu ihrer Schließung am Sonntagabend 310.233 Besucher angezogen.

Allein in den letzten zehn Tagen hätten noch einmal über 20.000 Gäste eine Eintrittskarte gekauft, hieß es von der Wartburgstiftung. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach von einem großen Erfolg von und für Thüringen. Im Vergleich mit den beiden anderen Nationalen Sonderausstellungen zum 500. Reformationsjubiläum - "Der Luthereffekt" im Berliner Gropius-Bau und "Luther! 95 Schätze - 95 Menschen" in Wittenberg stieß die Schau auf der Wartburg mit deutlichem Abstand auf das größte Interesse. In Wittenberg waren bis kurz vor Schluss der Ausstellung etwa 220.000 Besucher gezählt worden, in Berlin rund 60.000.In Eisenach wurden nach Angaben der Wartburgstiftung täglich etwa 1.500 Tickets verkauft, an den Wochenenden auch ein paar Hundert mehr. Fast jeder fünfte Besucher sei aus dem Ausland gekommen, deutlich mehr als während der "normalen" Öffnungszeiten der Burg. Darunter seien viele Amerikaner und Südkoreaner, aber auch Niederländer und "erstaunlich viele Italiener" gewesen, wie Burghauptmann Günter Schuchardt dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Auch Touristen aus Ost- und Mitteleuropa seien deutlich häufiger als sonst vertreten gewesen. Bei den Deutschen seien die Präferenzen weniger klar ausgefallen. Auf dem Parkplatz der Wartburg seien Kennzeichen von Rügen bis zum Alpenraum, von Aachen bis Ostsachsen, zu sehen gewesen, so der Burghauptmann. Jeweils zehn Prozent der Besucher hätten Thüringer, Hessen, Gäste aus Nordrhein-Westfalen sowie Bayern ausgemacht.Auf das Gesamtjahr 2017 gesehen rechnet Schuchardt dank der sechsmonatigen Luther-Schau mit über 400.000 zahlenden Besuchern auf der Wartburg, im Schnitt sind es sonst jährlich um die 350.000. Bis Ostern soll auf der Wartburg eine neue Dauerausstellung aufgebaut werden. Die Arbeiten dazu machen laut dem Burghauptmann Einschränkungen nötig, die auch mit geringeren Ticketpreisen einhergehen. Die Höhepunkte der Wartburg wie die Lutherstube, in der der Reformator 1521/22 die Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzte, blieben aber zugänglich.epd-Nachrichten und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Sie dienen hier ausschließlich der persönlichen Information. Jede weitergehende Nutzung, insbesondere ihre Vervielfältigung, Veröffentlichung oder Speicherung in Datenbanken sowie jegliche gewerbliche Nutzung oder Weitergabe an Dritte ist nur mit Genehmigung der Verkaufsleitung von epd (verkauf@epd.de) gestattet.

Bildnachweis: Jens Schlueter/epd


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