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Antisemitismus nimmt auch an Schulen in Sachsen-Anhalt zu | Lehrerfortbildung im Magdeburger Dom

Magdeburg (epd). Der Anstieg antisemitischer Delikte ist auch für Sachsen-Anhalts Pädagoginnen und Pädagogen eine große Herausforderung.

Um auch versteckte antisemitische Äußerungen zu erkennen und sprachfähig zu sein, besuchten zuletzt etwa 20 Lehrerinnen und Lehrer eine Fortbildung zum Thema Antisemitismus im Magdeburger Dom. Neben dem Schulalltag würden vor allem "auf Social-Media-Kanälen die wildesten Verschwörungstheorien" gedeihen, sagte Simon Rumlich vom Koordinierungszentrum deutsch-israelischer Jugendaustausch.

Seminarleiterin Susanne Riemer-Ranscht vom Lehrerbildungsinstitut Sachsen-Anhalt und Bettina Seyderhelm vom Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) gingen deshalb auch auf die Geschichte christlicher Diffamierungen gegen Juden ein. Dazu gehörten auch antijüdische Schmähplastiken, wie es auch im Magdeburger Dom eine gäbe. In Mitteleuropa seien rund 50 sogenannte "Judensau"-Darstellungen bekannt, sagte Bettina Seyderhelm. Es sei wichtig, diese Kapitel der Geschichte nicht zu verstecken, "sondern sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen", betonte sie.

Einige Lehrkräfte berichteten, dass sie der sprunghafte Anstieg antisemitischer Vorfälle nach dem 7. Oktober 2023 überrascht habe. Mit einer Täter-Opfer-Umkehr hatten sie nicht gerechnet. "Normalerweise hätte man erwarten sollen, dass nach den Terrorangriffen auf Israel eine Welle der Solidarität und des Mitgefühls mit den Juden weltweit zu beobachten ist", sagte Rumlich. Dagegen sei der Hass auf Israel und Antisemitismus auch in Sachsen-Anhalt gestiegen.


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