Deckengewölbe in Jenaer Stadtkirche St. Michael freigelegt
Jena (epd). Für die laufende Sanierung der Stadtkirche St. Michael in Jena steht ein weiterer Untersuchungsschritt an.
In den vergangenen Tagen seien Gewölbekappen im ersten Bauabschnitt von aufliegenden Materialien befreit worden, um das historische Gewölbe auch von oben begutachten zu können, teilte eine Kirchensprecherin am Freitag mit. Es handele sich bei dem abgetragenen Material dabei nach Angaben der Kirchengemeinde um Reste früherer Bau- und Sanierungsmaßnahmen.
Das beräumte Material lagert der Sprecherin zufolge derzeit in sogenannten Bigbags unter dem Dach. Am Dienstag soll auf dem Kirchplatz ein Kran aufgestellt werden, um die Säcke kontrolliert nach unten zu transportieren. Anschließend sollen die bereits freigelegten Gewölbeoberseiten zusätzlich abgesaugt werden, um die Bausubstanz möglichst genau prüfen zu können.
65.000 Euro an Spenden eingegangen
Der Prozess werde eng vom Denkmalamt begleitet, teilte die Kirchengemeinde mit. Außerdem seien Mitarbeitende der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie der Universität Jena eingebunden. Diese sollen das abgetragene Material sichten, um mögliche historische Gegenstände zu finden und fachgerecht einzuordnen.
Für die Sanierung der Stadtkirche sind nach Angaben der Gemeinde bisher mehr als 65.000 Euro eingegangen. Die Sanierung wurde notwendig, nachdem im Juni 2025 ein handtellergroßes Putzstück aus dem Gewölbe herabgestürzt war. Untersuchungen ergaben, dass Eisenstifte, die bei Reparaturen in den 1950-er Jahren verwendet wurden, korrodiert und dabei ihr Volumen vergrößert hatten. Dadurch kam es zu der Putz-Absprengung.
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