Erste Pfarrerin für Digitales ins Amt eingeführt

Berlin (epd). Die erste Pfarrerin für Digitales in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Stefanie Hoffmann, ist am Samstag offiziell in ihr Amt eingeführt worden.

Der Einführungsgottesdienst mit dem Berliner Propst Christian Stäblein fand in der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Berlin-Tiergarten statt. Um sich in den sozialen Medien besser aufzustellen, hatte die Landeskirche eigens eine landeskirchliche Pfarrstelle für Kirche im digitalen Raum geschaffen.

Auf der Stelle arbeitet die 33-jährige Hoffmann bereits seit Anfang April. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem eine Bestandsaufnahme digitaler Projekte auf den verschiedenen Ebenen der Landeskirche und deren Vernetzung. Zudem sollen neue Projekte entwickelt und ein Konzept für "Gemeinde in der digitalen Welt" erarbeitet werden.

Am Samstag stellte die evangelische Theologin auch erstmals ihren eigens entwickelten Podcast "vernetzt!kirche.digital.denken" online. Der Interview-Podcast soll künftig 14-täglich erscheinen und ist auf der landeskirchlichen Website ekbo.de. zu finden.

Die Stelle der Beauftragten für Digitales ist zunächst auf sechs Jahre angelegt. Die Kernfrage sei, wie sich christliches Leben in einer digitalen Welt abbilden lässt, sagte Hoffmann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es gebe bereits viele digitale Projekte in der Kirche auf Facebook, Twitter oder Instagram, die aber häufig zu wenig wahrgenommen werden. Das reiche von einer Pfarrerin, die auf Twitter über ihren Gemeindealltag erzählt bis zu Gottesdiensten auf Instagram. Diese Angebote wolle sie stärker vernetzen. Die Frage sei auch, was sich die Menschen von der Digitalisierung ihres Glaubens erhoffen, beispielsweise ob auch liturgisches Handeln digitalisiert werden soll.

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