Evangelische Schulen erproben Künstliche Intelligenz im Unterricht
Erfurt (epd). Die Evangelische Schulstiftung in Mitteldeutschland investiert zum Start des neuen Schuljahres rund 19 Millionen Euro in drei große Bauvorhaben.
Geplant seien unter anderem ein neues Kitagebäude in Merseburg, eine Aula für die Evangelische Sekundarschule Magdeburg und eine Sporthalle für das Evangelische Gymnasium Meiningen, teilte eine Sprecherin am Dienstag in Erfurt mit.
Parallel baut die Schulstiftung den Angaben zufolge den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) an ihren Schulen aus. Seit März laufe an drei Schulen in Eisenach, Gotha und Jena ein KI-Pilotprojekt. Dabei werde erprobt, wie die Technik sowohl als Lerngegenstand als auch als Lernwerkzeug im gesamten Schulalltag eingesetzt werden könne. Nach Angaben der Stiftung reicht das von Bildgenerierung im Kunstunterricht bis zum Einsatz datenschutzkonformer Werkzeuge zum Korrekturlesen.
Schüler sollen mit KI experimentieren
Bei der KI-Erprobung geht es laut Stiftungsvorstand Marco Eberl nicht allein um technische Anwendungen, sondern auch um einen kritischen Umgang mit der Technologie. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte sollen befähigt werden, digitale Entwicklungen zu bewerten und mitzugestalten. Es würden Experimentierräume eröffnet, um zu probieren und auch aus Fehlern zu lernen, sagte Eberl.
Die Stiftung will zudem die gemeinsame Arbeit an Themen wie Inklusion, Digitalisierung, politischer Bildung sowie Kinderschutz und Kinderrechten weiterentwickeln. Die Schulstiftung betreibt in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt 40 Bildungseinrichtungen mit rund 7.400 Schülerinnen und Schülern sowie 1.000 Mitarbeitenden.
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