Logo Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Logo Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Suchkategorie auswählen

Newsletter

EKM-Presse-Abo und mehr ...
Immer gut informiert.

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt

Fon 0800 - 50 40 60 2
landeskirchenamt@ekmd.de


Kaum eine Kirche in Thüringen und Sachsen-Anhalt verlangt Eintritt

Erfurt (epd). Auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Thüringen stehen fast alle Gotteshäuser für Besucherinnen und Besucher abseits der Gottesdienstzeiten ohne Eintrittsgelder offen. 

Seitens der Landeskirchen gebe es auch keine Empfehlungen dazu, teilte eine EKM-Sprecherin auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Erfurt mit. Das Thema sei allerdings bereits kontrovers diskutiert worden, wobei die Bandbreite der Meinungen von völliger Ablehnung bis zu absoluter Zustimmung reiche. Bislang werden in vielen Kirchen Spenden erbeten.

Einzig im Saale-Holzland-Kreis verlangen die Schlosskirche in Eisenberg und die Klosterkirche Thalbürgel Eintritt für touristische Besichtigungen. Die Schlosskirche wird von der evangelischen Kirche vor Ort für Gottesdienste genutzt. Eigentümerin des kulturgeschichtlich herausragenden Barockbauwerks ist die Stadt Eisenberg. Die Kirche in Thalbürgel gehört der evangelischen Ortsgemeinde. Hier muss abseits der Gottesdienstzeiten Eintritt gezahlt werden.

Im katholischen Bistum Erfurt sind Eintrittspreise nach Auskunft einer Sprecherin derzeit kein Thema. Dies gelte auch für den gotischen Dom in der thüringischen Landeshauptstadt. Er wird laut Schätzungen von Tourismusverbänden im Jahr von bis zu einer Million Menschen besucht.

Die Diskussion über Eintrittsgelder in Kirchen hatte Fahrt aufgenommen, nachdem das Domkapitel in Köln angekündigt hatte, dass touristische Besucherinnen und Besucher der Kirche ab Juli eine Abgabe zahlen sollen.

Fast alle Kirchen in Sachsen-Anhalt ohne Eintritt

Magdeburg (epd). Trotz steigender Kosten für den Unterhalt von historischen Gotteshäusern planen die Kirchen in Sachsen-Anhalt keine Einführung von Eintrittsgeldern. "In erster Linie sind unsere Kirchen Orte der Stille, der inneren Einkehr, des Gebets und Gottesdienstes", sagte der Sprecher der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedemann Kahl, in Magdeburg dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dies solle auch so bleiben, weshalb keine Eintrittsgelder geplant seien. Auch im katholischen Bistum Magdeburg und in der Evangelischen Landeskirche Anhalts muss für den Kirchenbesuch nichts bezahlt werden, hieß es. In Sachsen-Anhalt verfügen die verschiedenen Kirchen zusammen über mehr als 2.000 sakrale Gebäude.

Die Diskussion war aufgekommen, nachdem das Domkapitel in Köln angekündigt hat, von touristischen Besuchern des Kölner Doms ab dem zweiten Halbjahr 2026 ein Eintrittsgeld erheben zu wollen. Damit soll der aufwendige Unterhalt der Kathedrale dauerhaft ermöglicht werden.

Neben der gottesdienstlichen Nutzung sind zahlreiche Kirchen in Sachsen-Anhalt auch "geschichtlich und kunsthistorisch sehr bedeutsame Orte", wie Kahl betonte. Dadurch entstünden Zusatzausgaben für den Erhalt der historischen Gebäude und Kunstwerke sowie für Sicherheits- und Klimatechnik.

Deshalb gebe es einige Sonderfälle in Sachsen-Anhalt, bei denen ein Eintrittsgeld erhoben wird. Dazu zählen Stiftskirche und Domschatz Quedlinburg, die Stadtkirche Wittenberg mit ihren zahlreichen Cranach-Gemälden, Museum und Kloster Jerichow sowie die Dome von Naumburg und Merseburg mit ihren musealen Sammlungen.


Der oben stehende Beitrag ist Teil des Angebotes epd aktuell. Er dient allein zur persönlichen Information, die Rechte liegen beim Evangelischen Pressedienst epd. Die kostenpflichtige Website erreichen Sie unter https://aktuell.epd.de.

Artikel teilen