Lichtskulptur erhellt den Naumburger Dom

Naumburg (epd). Eine Lichtskulptur zu Ehren der Heiligen Elisabeth von Thüringen ist ab Montag (29. Januar) im Naumburger Dom zu sehen.

Das Kunstwerk des Münchner Fotografen Philipp Schönborn gastiert bis zum 13. Mai in der Krypta des Doms, wie eine Sprecherin der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz am Donnerstag in Naumburg mitteilte.

Zum Auftakt der Präsentation, die ein Beitrag zum 25. Jubiläum der "Straße der Romanik" sein soll, laden die Evangelische Kirchengemeinde und die Vereinigten Domstifter zu einem Gottesdienst am Sonntag (28. Januar, 10 Uhr) in die Marienkirche am Naumburger Dom. Zudem werde die Erfurter Sängerin Sabine Lindner am 24. Februar zur Musikalischen Passionsandacht im Dom zu hören sein.

Das leuchtende Kunstwerk befindet sich auf einer mehrjährigen Reise zu den Orten, an denen die Heilige Elisabeth lebte oder an denen sie früh verehrt wurde. Die Reise begann am Elisabethfest 2017 im Dom zu Erfurt, wo 1235 ihre Heiligsprechung proklamiert wurde. Zweite Station ist nun der Naumburger Dom, in dessen Elisabethkapelle sich die vermutlich älteste Steinfigur der Heiligen befindet. Weitere Stationen werden unter anderem die Abteikirche Sayn, die Wartburg, die Neuenburg in Freyburg (Unstrut), der Dom zu Merseburg und der Wiener Stephansdom sein.

Dass die Grablege von Elisabeth von Thüringen erhalten blieb, aber ihre Gebeine in der Reformationszeit zerstreut wurden, regte den Künstler zu dem sargartigen Schrein an, der mit Bildern das kurze Leben der ungarischen Königstochter Elisabeth (1207-1231) erzählt. Philipp Schönborn, 1943 geboren, wuchs in Österreich auf und lebt heute in München. Seit den 1980er Jahren machte er sich international einen Namen als Fotograf von zeitgenössischen Kunstwerken. Seine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Natur, Kunst, Religion, Licht und Farbe begann 1990. Dafür entwickelte er die Fotografie in Leuchtkästen oder Aluminiumrahmen.

 

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