Stendaler Dom erhält Förderung für Generalsanierung
Stendal (epd). Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt die Generalsanierung der spätgotischen Kirche St. Nikolaus in Stendal mit rund 5,4 Millionen Euro.
Kulturminister Rainer Robra (CDU) überreichte der evangelischen Stadtgemeinde am Montag den Fördermittelbescheid, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. "Der Stendaler Dom ist ein außerordentliches Denkmal in Sachsen-Anhalt, das mir auch persönlich sehr am Herzen liegt. Insbesondere seine mittelalterlichen Glasfenster sind von hohem Rang", sagte Robra. Die wegen ihrer Größe oft auch als Dom bezeichnete Backsteinkirche stifte "weit über die Altmark hinaus Identität".
Neben der Förderung aus dem Infrastruktursondervermögen der Bundesregierung gibt auch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland 600.000 Euro an Eigenmitteln dazu, damit die denkmalgerechte Sanierung erfolgen kann. Davon werde die gesamte Stadt profitieren, hieß es. Zudem verbessere sich so die touristische Anziehungskraft der Region. Der Landtag hatte die Fördergelder auf der Plenarsitzung im Dezember beschlossen, um die Generalsanierung des Gotteshauses abschließen zu können.
Berühmte mittelalterliche Glasfenster stammen aus 15. Jahrhundert
Seit dem Jahr 2019 finden im Inneren der Nikolauskirche umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt. So wurden bereits das Nordquerhaus und die Vierung der spätgotischen Stiftskirche mit ihren national bedeutsamen 22 mittelalterlichen Glasfenstern saniert. Diese entstanden wohl zwischen 1425 und 1480.
Der heutige gotische Dom wurde ab etwa 1420 errichtet und noch im 15. Jahrhundert fertiggestellt. Die letzten Bombenschäden aus dem Zweiten Weltkrieg wurden erst 2013 beseitigt.
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