Im Winter
„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
Diesen kurzen Satz müssen alle Konfirmanden bei mir auswendig können.
Ich will, dass sie ihn als Hoffnungssatz in sich haben ihr Leben lang.
Dieser Satz ist ein Versprechen Gottes.
Er steht am Anfang der Bibel in den Urgeschichten.
Das sind jene Geschichten, die die Menschen Jahrhunderte lang weitererzählt haben, weil sie Antworten auf wichtige Menschheitsfragen geben.
Unser Vers steht am Ende der Geschichte von Noah.
Da wird erzählt, dass Gott die Bosheit der Menschen satt hat.
Das mit der Schöpfung war ein Fehler, die Menschen sind schlecht.
Aber einer ist gerecht – Noah.
Er baut für seine Familie und alle Tiere eine Arche.
Sie überstehen die Flut.
Gott verspricht Noah: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
Das ist doch ein wunderbares Versprechen.
Gott hat darin den Kreislauf des Lebens miteingeschlossen, den Lauf der Jahreszeiten.
Eine wollen wir immer mehr ausschalten – den Winter.
Er erschreckt uns moderne Menschen schon mit 3 cm Schnee.
Vor kurzem bekam ich eine lustige Karte zugeschickt:
Zwei Schneeflocken: Eine sagt: Ich fliege zum Nordpol, da kann ich lange liegen bleiben. Die andere sagt: Ich fliege nach Deutschland und verbreite Panik.
Ich wünsche ihnen Gelassenheit und die nötige Vorsicht. Der Winter gehört zu Gottes Versprechen dazu.
Die Natur braucht Ruhe und Erholung.
Gehen und fahren sie heute langsam und vorsichtig
Einen schönen Wintertag wünscht
Pfarrerin Renate Höppner von der evangelischen Kirche in Magdeburg