Lebensolympiade
Heute fahren die Frauen wieder in atemberaubender Geschwindigkeit den Tofanaschuß herab mit über 130 kmh bei 64 % Gefälle.
Das ist für uns sportliche Laien wie senkrecht hinab.
Die Rennfahrerinnen trauen es sich und ringen mit hundertstel Sekunden um das olympische Gold.
Ich sehe Abfahrtslauf gern im Fernsehen.
Dabei erinnere ich wehmütig Fichtelbergabfahrten in meiner Jugend,
die zwar in keiner Weise damit vergleichbar und auch nie so gefährlich waren.
Ich bin ein sportbegeisterter Mensch und freue mich alle zwei Jahre auf die Olympiade.
Da kann ich Sportlern begegnen, die ich sonst nie wahrgenommen hätte.
Ich erinnere mich an den englischen Skispringer Eddy, Eagle, der wurde immer letzter, war aber immer Publikumsliebling.
Wer damals in Calgary 1988 den Skisprungwettbewerb gewonnen hat, weiß ich nicht
mehr, aber Eddy, den Adler habe ich nicht vergessen.
Natürlich kann nur ein Mensch die Goldmedaille bekommen, aber mit dabei gewesen zu sein, muss ein wunderbares Gefühl sein.
Davon schreibt auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth:
Er nimmt den sportlichen Wettkampf als Beispiel und schreibt, wenn sich in der Rennbahn schon alle so sehr anstrengen, wo es um vergängliche Dinge geht und nur einer den Siegeskranz erhält?
Wieviel mehr lohnt es sich dann anzustrengen, wenn es um unvergängliche Dinge geht, um Freundschaft und Liebe, um gute hilfsbereite Nachbarschaft und Solidarität.
Da können wir alle etwas tun und uns
anstrengen. Lauft so, sagt Paulus, dass ihr den Siegesspreis erlangt!
Laufen wir bei dieser Lebensolympiade doch mit,
meint
Pfarrerin Renate Höppner von der evangelischen Kirche in Magdeburg