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07.10.2016
Licht gegen Vorurteile

Nach Seiffen – oder doch lieber nach Annaberg? Wir haben uns immer noch nicht entschieden. Heute geht’s ins Erzgebirge – und wir waren bisher noch an keinem der beiden Orte. Na ja, der Weg dahin ist erst einmal gleich. Also können wir unterwegs noch einmal abwägen. Wir wollen sehen, woher die schönen Schnitzengel und –tiere kommen. Viele der Holzkunstwerke sind mit Kerzenhaltern versehen. Denn mit dem Licht fing alles an. Die Bergleute brauchten, bevor es die Straßenbeleuchtung gab, die Lichter in den Fenstern, um sicher zu ihrem Arbeitsplatz und zurück nach Hause zu kommen. Und als die Erzvorkommen nicht mehr so groß waren, da gingen viele ins Holzhandwerk, Dadurch verteilten sich die Lichter, die Nussknacker, die Engel und das Spielzeug vom Erzgebirge aus in alle Welt. Mit den Lichtern fing es an. Für sichere Wege durch die kleinen Städte. Was für eine fürsorgliche Tradition. Solche Lichter können wir auch heutzutage gut gebrauchen. Lichter, die die Menschen sicher durch die Straßen begleiten. Lichter, die den Weg sichtbar machen. Lichter für unsere Zeit. Licht ins Dunkel von Vorurteilen und Fremdenhass. Licht, wo Menschen ihren eigenen Verstand ausschalten und auf Parolen hereinfallen. Das ist in Merseburg nötig – und auch im Erzgebirge.
Einen guten, hellen Samstag wünscht Ihnen Pfarrerin Katja Albrecht aus Merseburg


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