Den Frieden wecken
„Komm den Frieden wecken!“ Dieser Satz steht über der diesjährigen Friedensdekade. Zehn Tage lang sind Menschen in unsere Kirchengemeinden eingeladen, Frieden hörbar, sichtbar und spürbar zu machen. Da gibt es Andachten, Friedensgebete, Vorträge, Diskussionen. Den Frieden wecken – das scheint nötiger denn je. Offenbar schläft er wohl…
Denn unsere Welt, egal ob die kleine oder die große, ist unfriedlicher geworden. Aber geht denn das überhaupt – den Frieden wecken?
Ja, davon bin ich überzeugt. Wenn unser Herz berührt wird von der Hoffnung, dass Frieden möglich ist.
Es gibt ein sehr hoffnungsvolles Kirchenlied, dass von einem Mandelzweig erzählt. Der Dichter Shalom Ben Chorin hat den Text geschrieben: von einem Mandelbäumchen vor seinem Fenster, das immer wieder Blüten treibt, auch in friedloser Zeit. Für ihn ein kleines, aber ganz starkes Hoffnungszeichen, wie das Leben blühen kann. Für mich auch. Wer Hoffnung im Herzen hat, bei dem können auch wieder friedliche Gedanken groß werden.
„Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt…“ das singen wir morgen in einem Bittgottesdienst für den Frieden. Und ich höre nicht auf zu hoffen, dass der Frieden sich wecken lässt. Wenn wir miteinander reden, beten, singen – und dies tun mit offenen Herzen.
Ein gutes Wochenende wünsche ich Ihnen! Cornelia Biesecke aus Eisenach, ev. Kirche