G7
Évian heißt ein französischer Ort in Frankreich, auch bekannt durch sein Mineralwasser. Der Ort wird gerade überschwemmt – von hunderten Beamten aus mehreren Ländern. Hier trifft sich ab Montag die G7, die Gruppe der Sieben: die USA, Kanada, Japan, Italien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Trump hat sich angekündigt. Das dürfte für Mineralwasser wie Kohlensäure sein; man weiß nie, wann es aufstößt. Nach eigenem Verständnis kommen hier die bedeutendsten Industriestaaten mit liberal-demokratischen Werten zusammen. Es wird, wie so oft, wenn sich die G7 trifft, Demonstrationen geben. Mit ihnen, hoffentlich gewaltfrei, soll die übrige Welt in Sichtweite der Konferenz gerückt werden.
Denn, heißt es in der Bibel, „die reich sind, sollen nicht überheblich sein“. Über-heblich sind sie, wenn sie die Armen als uner-heblich empfinden. Dabei sollen „die Reichen“, heißt es weiter, „Gutes tun, großzügig sein mit guten Werken, freigiebig und mit anderen teilen. Damit schaffen sie eine sichere Grundlage für die Zukunft.“ (1. Tim. 6) Oh, die G7 ist schon öfter über sich hinausgewachsen, es gab sogar mal einen „Afrika Aktions Plan“. Und diesmal? Wird in Gaza geholfen oder werden Vertreibungs- und Besetzungspläne durchgewunken? Wird der Südlibanon zum zweiten Gaza? Und die Menschen im Sudan? Wie weiter mit dem Ukraine-Krieg? Die G7 kann Akzente setzen. Die Demonstrationen werden auf Abstand gehalten, aber der Anstand gebietet, Not nicht auszublenden, sondern zu wenden, findet
Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.