IFA startet
Heute startet in Berlin die IFA, die Internationale Funkausstellung. Fünf Tage lang werden neueste Entwicklungen präsentiert – Technik, Technologien, Robotik, all so was – und KI-Anwendungen. Hier deuten sich Quantensprünge an, bei denen so manche Besucher der IFA vielleicht Freudenhüpfer machen, aber ob es die Menschheit insgesamt weiterbringt, Probleme gelöst oder verschärft werden … nun ja, das ist noch offen. Und gerade jetzt, wo alle Welt das diskutiert und längst damit arbeitet, meldet sich einer zu Wort, dem man das nicht gleich zutraut: Der Papst, Leo XIV.
Was mischt der sich da ein, was versteht der denn davon? Hier geht’s um Technologie, nicht um Theologie. Der hat doch keine Ahnung.
Doch, er hat genau die Ahnung, die Tech-Milliardären, wie Musk und Thiel und auch vielen in der Politik fehlt. Mit der KI, mahnt der Papst, wird die Macht derer, die um den leistungsfähigsten Algorithmus und die größte Datenbank ringen, noch größer. Es seien nur ein paar Leute die das alles zu ihrem eigenen Vorteil lenken können. Das gehe auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit. Die KI, sagt er, müsse nicht nur reguliert, sie müsse entwaffnet, lebensfreundlich gestaltet werden. Entwaffnet bedeute nicht, auf die Technologie zu verzichten, sondern zu verhindern, dass sie den Menschen beherrscht. KI oder Mensch, Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage. Und die Antwort darauf würde ich lieber dem Papst überlassen, auch wenn der nicht evangelisch ist, als den Tech-Gurus.
Ralf-Uwe Beck, evangelisch und aus Eisenach.