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14.10.2016
Klingende Lutherbotschafter

Schon komisch, schreiben die Erfurter Weltreisenden. Da sitzen wir in einer Kirche in Japan, beten das Vaterunser – auf deutsch – und zeitgleich neben uns beten es alle anderen auch. Aber eben auf japanisch.
Shu no inori. Ten ni orareru watashitachi no chichi yo. (oder so ähnlich).
Wir verstehen das natürlich nicht, aber wir sind verbunden. Wenn man es mal so hautnah erlebt, ist es doch berührend.
Christen sind wir – hie wie da. Die Bibel spielt eine wichtige Rolle. Sogar Martin Luther kennen sie. Sind ebenfalls durch das, was er angestoßen hat, geprägt.
Knapp 100 Sängerinnen und Sänger der Erfurter Augustinerkantorei sind auf Chorfahrt in Japan. Ich habe viele Jahre mitgesungen – jetzt singe ich in Weimar. Aber mein Herz ist ein bisschen mit dabei, wenn sie in diesen Tagen täglich Bilder und Geschichten schicken. Vom Sushi-Essen, von großartigen buddhistischen Tempeln, dem Verkehrschaos und dem Lärm in Osaka und eben den Treffen mit lutherischen Christen.
Die Wellen dessen, was hier bei uns vor 500 Jahren passiert ist, reichen halt bis nach Japan. Weil einer aktiv geworden ist, die Bibel ernst genommen hat und wusste, dass die Obrigkeiten auch nur normale Menschen sind. Luther, der Revoluzzer.
Die Augustiner-Choristen sind nun klingende Lutherbotschafter.
Gute Reise! Und kommt gut wieder. Wir wollen eure Geschichten hören.
Wünscht sich Ulrike Greim, Weimar, Evangelische Kirche.


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