Nach Hause kommen
Weihnachten heißt: nach Hause kommen.
Auch Anna macht sich heute auf den Heimweg.
350 km quer durchs Land.
Es ist eine weite Reise,
längst nicht nur im Hinblick auf die Kilometer.
Weihnachten kommt Anna nach Hause.
Und da schwingt viel mit:
Erinnerungen an die Kindheit.
Gespanntes Warten und Staunen.
Das Leuchten der Lichter am Weihnachtsbaum.
Die vertrauten Lieder.
Menschen, die sie geliebt hat und die inzwischen schon lange nicht mehr da sind.
Weihnachten kommt Anna nach Hause.
Auch wenn sie genau weiß: sie kann die Zeit nicht zurückdrehen.
Sicher war nicht alles perfekt.
Kein Weihnachten ohne Streit unterm Baum.
Das gehört Weihnachten einfach dazu.
Nach Hause kommt am Heiligabend auch das Kind in der Krippe.
Gott kommt in die Welt.
Er geht dahin, wo er hingehört.
Zu den Menschen.
In die Armut des Stalls,
zu den Sorgen und Nöten der einfachen Hirten auf dem Feld.
Der Streit der Familien –
Die Angst der Mütter und Väter –
Nichts ist ihm fremd.
Auch zu Anna und zu Dir will Gott kommen.
Was er dir bringen will?
Einen Frieden, der nicht von dieser Welt ist.
Heute ist Heiligabend.
Weihnachten heißt: Nach Hause kommen.
Willkommen zu Hause.
Frohe Weihnachten wünscht Pfarrer Ramón Seliger, Diakonie, Bad Lobenstein.