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Orpheus´ Reichtum

Wer bleibende Werte sucht, kann Finanzberater, Immobi­lien­makler oder sonst wen fragen, später viel­leicht auch Philoso­phen, aber am Ende kommt niemand an Gott vorbei. „Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erd­kreis und was darinnen ist. Nord und Süd hast du geschaffen.“ Schon König David sang diesen Psalm. Gott schafft, gründet, gestaltet. Die Musik gehört zum Besten, was Gott uns gab.

Der wohl berühmteste Sänger aller Zeiten hieß Orpheus. Vielleicht kennen Sie das Lied von Reinhard Mey über ihn:

„Ich wollte wie Orpheus singen,

dem es einst gelang,
Felsen selbst zum Weinen zu bringen  

mit seinem Gesang.

Wilde Tiere scharten sich 

friedlich um ihn her

Wenn er über die Saiten strich,

schwieg der Wind und das Meer.“

Orpheus sang so schön, dass die Menschen meinten, er müsse göttlicher Abstammung sein. Leider ging es mit ihm dann aber tragisch aus. Geblieben ist die Sage von einem, der mit seiner Musik selbst Steine rühren konnte. (Diese Geschichte brachte neue Ideen und neue Musik hervor.) Heute vor 300 Jahren, am 9. März 1726 wurde in Hamburg die Oper „Orpheus“ von Georg Philipp Telemann zum ersten Mal gespielt. Auch Christoph Wil­li­bald Ritter von Gluck hat einige Jahre später eine Oper über Orpheus kom­po­niert, die in diesem Jahr im Sommer in Eise­nach und Gotha aufgeführt wird.

Musik ist unsterblich – das ewige Leben kommt von Gott. Er verbindet, er begeistert und beseelt. Gott ist da, er macht lebendig, formt, malt und kom­poniert. Einen anderen, wirklich bleibenden Wert als sein Wollen und Schaffen gibt es nicht.

Einen wunderbaren Start in diese Woche wünscht Jan Lemke, evangelisch, aus Erfurt.

 

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