19. - 25. April 2026: Wir beten anlässlich des Gedenkens an 40 Jahre Tschernobyl
Tschernobyl, 26. April 1986.
Im Block 4 des Wladimir-Iljitsch-Lenin-Kraftwerkes kommt es zu einer Kernschmelze und zu Explosionen.
150.000 Quadratkilometer sind verseucht. Die radioaktive Wolke treibt über weite Teile Europas. Die Kernzone bleibt für Tausende Jahre unbewohnbar. Die WHO geht von 125.000 Strahlentoten allein bei den Einsatzkräften aus, sowie von weit über einer halben Million Invaliden.
Vor drei Jahren schaltete Deutschland die letzten drei Atomkraftwerke ab. Die Lichter in unseren Wohnungen sind trotzdem nicht ausgegangen. Die erneuerbaren Energien boomen. Trotzdem fordern manche die Rückkehr zum Atomstrom.
GOTT, was machen wir aus DEINER Schöpfung?
Wir machen sie uns untertan,
beuten sie aus, knechten und zerstören sie.
Bis der letzte Baum gerodet und der letzte Bach versiegt ist...
GOTT, ich schäme mich.
Wir wissen so viel über Strahlung und Emissionen,
über die Zusammenhänge unseres Handelns und der Zukunft.
Und trotzdem machen wir weiter, als gäbe es kein Morgen.
GOTT, vor 40 Jahren ist uns Tschernobyl aus den Händen direkt vor die Füße geknallt und hat unsägliches Leid gebracht.
GOTT, tröste, stärke und heile Menschen, die an den Folgen der Strahlung leiden.
GOTT, die Kinder von damals sind längst erwachsen, manche sind Großeltern. Trotz allem.
Was wird aus unseren Kindern, wenn wir so weitermachen?
AMEN