5.-11. Juli 2026: Wir beten für Stille-Momente
Im Radio soll es sie nicht geben.
Auf Social Media kommt sie kaum vor.
Auch in meinem Leben hab ich meist nur wenig Platz für sie.
Manche haben regelrecht Angst vor ihr.
Dabei kann sie so guttun.
Das spür ich, wenn ich aus der Stadt in den Wald gehe – ohne Kopfhörer –
oder wenn ich mich in eine Kirche setze.
Wenn ich mir Zeit nehme und alles ausschalte, was lärmt und mich berieselt,
wenn ich dann lausche, dann kann ich sie wahrnehmen, die Stille:
Dafür möchte ich beten:
Schenk uns Stille-Momente, Gott,
in dieser Welt, die wir fast ganz ausfüllen
mit einem endlosen Rhythmus von Rattern und Rauschen,
Gedröhn und Geknall.
Nahezu überall und jederzeit umgeben uns
Getuschel und Marktgeschrei,
Machtworte und Hilferufe.
Ach, schenk uns Stille, Gott:
Raum, nicht schon gefüllt, sondern weit und offen.
Schenk uns Stille, Gott:
Freiraum, in dem die Gedanken umherwandern, sich auslaufen können,
bis ich zur Ruhe komme.
Manchmal werd ich dann ganz klar, hellwach und frisch,
seh die Welt nochmal neu.
Hör sie singen und schweigen.
Dann spür ich Dich, Atem des Lebens,
und bekomme eine Ahnung vom Klang Deiner Schöpfung.
Kurze Stille
Schenk uns Stille, Gott,
dass wir einhalten und zur Besinnung kommen
und vertrauen lernen auf Deine Stimme.
AMEN