St. Katharinen Elsterwerda

Die Kirche dürfte in ihren Grundzügen ein Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert sein. Die noch zu erkennenden Strebepfeiler deuten darauf hin, dass die Kirche ursprünglich überwölbt war. Im Dreißigjährigen Krieg stürzte das Gewölbe wahrscheinlich bei einem Brand ein und wurde später durch eine flache Decke ersetzt.



Adressdaten


  • 04910 Elsterwerda
    Hauptstraße 9

Beschreibung


1718 erhielt der quadratische Turm der Kirche, welcher ein Neubau von 1708 ist, ein oktogonales Glockengeschoss, Schweifhaube und Zwiebel. In diesem Jahr wurde auch ein sich zu diesem Zeitpunkt in der Kirche befindlicher um 1500 in der Großenhainer Schnitzerwerkstatt Pankratius Grueber entstandener Schnitzaltar nach Tröbitz verkauft, wo dieser bis in die Gegenwart erhalten geblieben ist. Auf diesem sind der Stifter Georg von Köckritz, der von 1462 bis 1499 Elsterwerda besaß und seine Ehefrau Katharina von Schleinitz sowie das köckritzsche Wappen abgebildet. Außerdem ließ der seit 1708 im Elsterwerdaer Schloss ansässige Freiherr Waldemar von Löwendal die Patronatsloge erbauen.

Aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt der Kanzelaltar. Das achteckige Taufbecken mit gekreuztem Maßwerk wurde etwa in der Zeit von 1520 bis 1530 geschaffen und trägt am Schaft drei Lilien des alten Elsterwerdaer Adelsgeschlechtes von Köckritz.

1838 begann der Dobrilugker Maurermeister Weigelt die Gottesackermauer zu bauen, kam aber seiner Pflicht nicht nach, so dass die Arbeiten neu ausgeschrieben werden mussten. Bis auf das Tor wurde die Mauer 1841 fertiggestellt. 1903 wurden an den Turm zwei Aufgänge zu den Emporen angebaut. Umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahmen an der Kirche fanden 1973 und in den 1990er Jahren statt.