Dorfkirche Döllingen

Adressdaten


  • 04928 Döllingen
    Dorfplatz

Beschreibung


Im Jahre 1589 wurde in Döllingen eine erste hölzerne Kirche erbaut, die 1739 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. An ihrer Stelle wurde die jetzige Barockkirche erbaut. Das Geld für den Bau stammte aus der Stiftung einer unbekannten Adelsdame, die zur Sühne für begangenen Ehebruch sieben Kirchen auf ihre Kosten errichten ließ. Daran erinnert in der Mitte der Decke eine Inschrift im Eichenkranz „G.Z.E.L.D.H.B.E.U.D.G.B.H.“
(Gott zu Ehren ließ dieses Haus bauen ein unbekanntes doch Gott bekanntes Herz). Bereits 1739 wurde auch der erste Gottesdienst in der Kirche gefeiert.
Eine architektonische Besonderheit ist, dass die Kirche keinen Westturm besitzt, sondern einen Dachreiter, in dem sich die Glocke befindet, heute eine Stahlglocke aus dem Jahr 1871. Der Innenraum ist in den Farben schlicht gestaltet mit dem zu dieser Zeit üblichen Kanzelaltar, Gestühl und Empore. Über der Rittergutsloge findet man die Buchstaben F.A.G., die auf den Rittergutsbesitzer Franz Adolf Görne verweisen. Neben dem Eingang der Kirche sowie in der Kirche finden sich mehrere Grabsteine der Rittergutsbesitzer von Döllingen sowie von ihren Familien. Die Or-gel wurde 1744 installiert und 1833 überholt. Es ist eine pneumatische Orgel, die wegen ihres schlechten Zustandes nicht bespielbar ist. 1901 konnte das Balkenwerk des Dachrei- ters erneuert werden und dann passierte an der Kirche lange nichts. 1990-93 fanden schließlich umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen statt. Dach und Dachreiter wurden rekonstruiert, neue Fenster eingebaut und die Kirche bekam einen neuen Innen- und Außenanstrich.
Gottesdienste gibt es in Döllingen zu den Feiertagen. Ein besonderer Termin im Jahr ist der jährliche Familiengottesdienst zu den Apfeltagen im Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen, immer am letzten Sonntag im September.