Marienkirche

Die Sallmannshäuser Kirche zählt zu den am reichsten ausgestatteten Dorfkirchen des Kirchenkreises. Der Chorraum im Untergeschoss des Turmes mit Kreuzrippengewölbe, Sakramentsnische und Ausguss geht noch auf eine vorreformatorische Bauphase zurück. Der Turmaufbau ist jünger als der Chorraum. 1717 erfolgte die Erneuerung des Langhauses. Ein Chronogramm an der Südwand des Altarraums enthält in römischen Ziffern dreimal die Jahreszahl 1717. Der Text erinnert an die Belagerung Belgrads durch das Osmanische Heer im Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg und an das 200-jährige Reformationsjubiläum.



Adressdaten


  • 99834 Sallmannshausen
    Rennsteigstraße

Beschreibung


Die Deckengemälde erzählen vom Leben Jesu. Sie zeigen: Verkündigung, Geburt, Anbetung und Taufe. Nachdem man die Glocken in den Weltkriegen ablieferte, schaffte sich die Gemeinde drei neue Glocken an. Sie tragen die Inschriften: Glaube, Liebe Hoffnung.

Die Emporen sind mit einem Bildnis König Davids und den Halbbildnissen der Apostel bemalt. Apostel zeigt auch der spätgotische Flügelaltar im Chor. Neben der Madonna im Mittelfeld stehen zwei Bischöfe, von denen der eine Fisch auf einen Teller trägt. Es könnte sich um den Heiligen Ulrich handeln. Das Attribut des anderen Bischoffs ging verloren. In den Flügeln stehen in zwei Etagen die Apostel. Die Skulptur des Heiligen Paulus ist eine spätere Ergänzung. Bis ins 20. Jahrhundert hingt der Altar in großer Höhe über dem Triumphbogen, die oberen Ecken waren abgesägt.

Die Aposteldarstellungen an den Emporen und im Altar stehen vorbildhaft für die Nachfolge Christi. Das aus dem Griechischen abgeleitete Wort Apostel bedeutet „Gesandter“ und bezeichnet diejenigen, die Christus dazu berief, das Evangelium zu verbreiten.

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