Kirche

Bauhistorische Forschungen in der Göringer Kirche wiesen Bauteile aus dem 11. Jahrhundert nach. An der Nordwand erhielten sich Reste mittelalterlicher Fresken. 1752 erfolgten ein Umbau und die Errichtung des Turmes. Von 1757 stammten die prächtigen Deckengemälde, die eine Restaurierung in den 1990er Jahren wieder freigelegte. Sie zeigen die „Himmelfahrt Christi“ und das „Jüngste Gericht“. Die Emporen-Brüstungen tragen Bildnisse der Apostel. Den Kanzelaufgang zieren Darstellungen von Mose und Jesus. Das ist die sinnenfreudige Rokoko-Ausstattung. Im 19. Jahrhundert kamen zur Deckenbemalung über der Orgel Sinnbilder hinzu: eine segnende Hand, die Taube und das Kreuz



Adressdaten


  • 99817 Göringen
    Lauchröder Straße

Beschreibung


Die mit großem Einsatz der Gemeinde sanierte Kirche vereint Bilderwelten verschiedener Epochen miteinander und verbindet sie mit dem gegenwärtig gelebten Glauben. Machen wir uns heute andere Vorstellungen vom Glauben als die Bildschöpfer und Bildbetrachter vergangener Zeiten? Diese Frage stellt sich beim Erkunden des „Jüngsten Gerichts“. Erlöste kommen in den Himmel, Verstoßene in die Hölle. Welche Bilder des Weltenendes entwerfen wir heute? Wie bewerten wir verlorenes und gelungenes Leben? Vermitteln die Bilder heute noch Glaubensinhalte oder betrachten wir sie als rein kunsthistorisches Erbe?

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