Kirche Zum guten Hirten

Schon im 14. Jahrhundert gab es im Dorf eine Kirche an anderer Stelle, die heute noch Kirchwiese heißt. Überschwemmungen schadeten dem Gebäude. 1688 begann nach jahrelangen Bemühungen um die Finanzierung der Neubau, zu dessen Abschluss es 1689 kam.



Adressdaten


  • 99848 Wutha-Farnroda
    Hörseltalstraße 33

Beschreibung


Kanzel und Taufstein erscheinen im schlichten Barock. Ein Grabstein erinnert an den Pfarrer David Pistorius, dessen Bemühungen das Dorf die neue Kirche verdankt. 200 Jahre nach dem Bau der Kirche erhielt die Gemeinde eine neue Orgel der Firma Knauf aus Gotha. Die Bänke kamen 1979 aus der Meininger Schlosskirche.

Mit der Renovierung von 1949 entstand ein Wandgemälde, das Christus als „Guten Hirten“ zeigt und die Bibel zitiert. Die Zeilen stammen aus einem Gleichnis, das Christus erzählt und das uns der Evangelist Johannes überliefert. (Joh. 10, 14) Er beschreibt Schafe, die ihren Hirten kennen und vertrauen.

Bild und Bibelstelle passen zu einer Hörselberg-Legende. Ein Hirte weidete seine Schafe bei Hitze und Trockenheit. Vom Durst gequält, betete er zu Jesus Christus und unverzüglich sprudelte aus dem Boden eine frische Quelle, die bis heute fließt und Jesusbrünnlein heißt.

Zu Trinitatis findet hier ein Waldgottesdienst statt. Das Bild des Hirten verstehen Menschen weltweit über viele Jahrhunderte hinweg, weil es sich auf die bäuerliche Lebenswirklichkeit bezieht, in der Mensch und Tier aufeinander angewiesen sind. Biblische Geschichten, die umgebende Natur und lokale Erzähltradition verbinden sich hier sinnstiftend.

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