St. Maria

Die Kirche wurde 1717 als Marienkirche anstelle eines früheren Fachwerkbaues errichtet. An den Schlußsteinen der sieben Kirchenfenster ist der in einzelne Worte aufgeteilten Spruch "Allein Gott in der Höhe sei Ehr" zu lesen.



Adressdaten


  • 07646 Trockenborn
    Dorfstraße 41a

Beschreibung


Den Turmeingang an der Westseite der Kirche zieren das sächsische Rautenwappen und das kurfürstliche Wappen mit den Initialen FDS (Fridericus dux saxoniae). Über dem nördlichen Seiteneingang der Kirche ist das Baujahr der Kirche abzulesen. Ein dritter Eingang, der einzige Zugang zur Herzogsloge, befindet sich an der Südseite und trägt die Jahreszahl 1825.

Das Innere der Kirche mit ihrer dreiseitigen Empore wurde im Jahre 1888 mit Ausnahme des Orgelprospektes vollständig neu gestaltet. Die farbig verglasten Chorfenster sind ein Geschenk des damals regierenden Herzogs Ernst I. und zeigen den segnenden Christus, Petrus mit dem Schlüssel und Paulus mit dem Schwert. Die Figuren erscheinen ein zweites Mal in Holz geschnitzt an der Kanzel. Das Altarbild "Jesus mit der Samaritanerin am Brunnen" wurde von Herzogin Agnes, der Frau von Ernst I. gemalt. Die Samaritanerin soll die Gesichtszüge der Herzogin tragen.

Die pneumatische Orgel wurde 1909 an Stelle des unbrauchbar gewordenen alten Instrumentes unter Mitverwendung eines Teils der alten Orgelpfeifen von Oskar Ladegast aus Weißenfels gebaut. Im Turm hängen drei Glocken, zwei kleinere von 1919 und 1947 sowie eine große von 1871.

1533, kurz nach Einführung der Reformation in Trockenborn, wurde das älteste noch heute erhaltene Haus errichtet: die "Burg", das alte Pfarrhaus unterhalb der Kirche.

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