St. Stephanus und St. Nikolaus

Die Gemeinde in Strößwitz, ein Dorf mit 62 Einwohnern, gehört seit der Reformationszeit zum Kirchspiel Trockenborn.1706 wurde die rechteckige Saalkirche mit östlichen Dachreiter neu gebaut. Aus der Vogängerkirche sind die Glocken, der Schnitzaltar und der gemauerte Steinaltar erhalten geblieben.



Adressdaten


  • 07806 Strößwitz
    Strößwitz 6

Beschreibung


Im Inneren stammt die eingeschossige Empore noch aus der Bauzeit. Ihre Emporensäulen aus drehwüchsig gewachsenem Holz, sind in den neuen Bundesländern einmalig. Erst 1894 erhielt die Kirche eine gebrauchte Orgel, die nach einem Neubau in Worbis veräußert wurde. Der Orgelbauer Hugo Schramm aus Bürgel baute die Orgel um und ein Prospekt mit Schmuckpfeifen, die im I. Weltkrieg abgeliefert werden und seitdem fehlen.

Neben dem Kanzelaltar auf der Ostseite befindet sich ein gotischer Schnitzaltar im Originalzustand, der dem Saalfelder Meister Hans Gottwalt von Lohr um 1508 zugerechnet wird. Im geöffnetem Zustand wird die Maria mit Kind von den Namenspatronen der Kirche Nikolaus und Stephanus flankiert, im linken Flügel Valentin und im rechten Aegidius. Etwas jüngeren Datums ist die Bemalung auf der Außenseite mit den Heiligen Katharina und Barbara.

Die beiden Glocken wurden 1806 und 1517 von Marcus Rosenberger in Schleiz gegossen. Im II. Weltkrieg mussten sie abgeliefert werden, weil aber das Schiff auf dem Weg zum "Glockenfriedhof" in Hamburg sank, konnten die Glocken gerettet und wieder nach Hause gebracht werden.

Seit 1990iger Jahren wurden umfangreiche Reparaturmaßnahmen nötig: 1996 der Turm, 2005/06 der Dachstuhl und zuletzt der Innenanstrich.

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