Dorfkirche

Adressdaten


  • 06679 Granschütz
    Bahnhofstraße 3

Daten & Fakten


  • Baujahr: 1898/99

Beschreibung


Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1898/1899 unter Leitung des bekannten Architekten Ernst Giese (u. a. Erbauer des „Volksparks“ in Halle) errichtet.

Proportionen, Baugestaltung und Innenausstattung entsprechen im Wesentlichen dem sogenannten „Eisenacher Regulativ“, das ab 1861 für den evangelischen Kirchenbau in Mittel- und Nord- deutschland als verbindlich galt. Bis heute ist die Kirche innen wie außen weitestgehend im Originalzustand erhalten.

Besonders schön sind die farbigen Chorfenster mit Darstellung der 4 Evangelisten sowie der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus aus der Glasmalerwerkstatt Franke in Naumburg.

Die Orgel stammt aus der berühmten Orgelbauanstalt Ladegast & Söhne in Weißenfels und wurde einst von Experten wegen ihrer Klangschönheit gerühmt.

Während in der DDR-Zeit viele Kirchen verfielen, gelang es der Ev. Kirchengemeinde Granschütz, in den Jahren 1982/1983 eine Neueindeckung des Kirchendaches durchzuführen.

Da Dachschiefer in der erforderlichen Menge nicht zu bekommen war, wurden sog. Preolit Schindeln, d. h. speziell verklebte Bitumenbahnen verwendet. Die darunter liegende Schalung konnte aus Materialmangel nur ausgebessert aber nicht komplett ersetzt werden. Seitens des Herstellers wurde eine Haltbarkeit von maximal 20 Jahren genannt.

Nach Ablauf dieser Zei traten Risse in den Bitumenbahnen auf, so dass zunächst unbemerk Nässe eindringen konnte. Inzwischen machen sich deutliche Schäden im Außen- und Innenbereich bemerkbar.