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Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

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Gedenken an Opfer sowie Gebet für Frieden und Versöhnung

Erinnerung an Bombenangriffe und Beginn des Ukrainekriegs

Rückfragen

Susanne Sobko, 0162-2048755, oder Friedemann Kahl, 0151-59128575

In den kommenden Tagen wird innerhalb der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) an Bombardierungen zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 sowie an den Beginn des Ukrainekrieges am 24. Februar 2022 erinnert. Am 25. Februar um 16 Uhr beginnt der 11. Digitale Studientag der Evangelischen Akademien zur Friedensethik als Online-Format zum Thema „EKD-Friedensdenkschrift in der Diskussion. Stimmen aus der Ukraine und Polen“. Die Teilnahme ist kostenfrei, aber die Anmeldung ist erforderlich unter www.kircheundgesellschaft.de.

Der Studientag der Evangelischen Akademien zur Friedensethik bezieht sich auf die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKM), die sich intensiv mit dem Begriff und Konzept der „rechtserhaltenden Gewalt“ und der Frage nach einem „gerechten Frieden“ auseinandersetzt. Diese Überlegungen werden im Rahmen des Studientags von ukrainischen Theologen und einem polnischen Publizisten auf ihre Tragfähigkeit in der Realität befragt. Die Gäste als unmittelbar von massiver militärischer Gewalt Betroffene erläutern ihre Positionen zur Friedensdenkschrift, bevor das Gespräch für alle Teilnehmenden geöffnet wird.

Unter dem Motto „Von der Sehnsucht nach Frieden“ stehen die diesjährigen Sonntagsvorlesungen im Evangelischen Predigerseminar in Lutherstadt Wittenberg. Anlässlich des 480. Todestages von Martin Luther trägt die Vorlesung (22. Februar, 11 Uhr) in der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek (Schloss; 3. OG) den Titel „Ewiger Friede“.
Werke der aktuellen Ausstellung von Vadim Sidur, Bernhard Heisig und Ulrich Lindner stehen im Fokus der Sonntagsvorlesung (22. März, 11 Uhr) mit dem Titel „Von der Sehnsucht nach Frieden in Bildern vom Krieg“ im Schloss. Die Veranstaltungen knüpfen an die Tradition der Tischgespräche Martin Luthers an. Mit einem Impuls, der Betrachtung eines Kunstwerks und Musik sind die Besucher zu Gespräch und Austausch eingeladen.

Ein Friedensgebet zum Gedenken an den Beginn des Ukrainekrieges wird am 24. Februar um 17 Uhr in Eisenach in der Nikolaikirche gefeiert. Die ukrainische Gemeinde, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde und das Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadtverwaltung Eisenach laden gemeinsam dazu ein. Neben Gebeten und Gedanken zur Ukraine erklingen Lieder des Chores „Rasom“ und Klaviermusik der Pianistin Anastasia Dabija. Im Anschluss wird es ein stilles Gedenken am Ärztedenkmal geben. Wer möchte, kann dort eine Kerze abstellen. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eisenach ist seit 2022 Mitglied der Internationalen Nagelkreuzgemeinschaft als weltweiter Bewegung für Frieden und Versöhnung. In der Nikolaikirche finden regelmäßig Friedensgebete statt.

Am 24. Februar beginnt um 17 Uhr am Nordportal von Schloss Friedenstein unter dem Friedenskuss von Gotha ein gemeinsames Friedensgebet der Kirchengemeinde Gotha mit dem Ukraine-Verein und der Evangelischen Regelschule Gotha sowie Oberbürgermeister Knut Kreuch. „Wir beten zum Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine für ein Ende des Krieges“, so die Ankündigung.

Im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt findet am 25. Februar (18 Uhr) in der Augustinerkirche eine Gedenkandacht für die Opfer eines Bombenangriffs am 25. Februar 1945 sowie für die heutigen Opfer von Krieg und Gewalt statt. Gleichzeitig wird für Frieden und Versöhnung gebetet. Aufgeführt wird das Werk „Botschaft der Versöhnung“ von Lothar Graap (*1933), ein Triptychon für Sprechstimme und Orgel nach Worten der Bibel und dem Versöhnungsgebet von Coventry zu den Themen Kreuzigung - Vergebung - Auferstehung. Außerdem erklingt „Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf“ von Johann Sebastian Bach. Ausführende sind Ilka Meier als Sprecherin und KMD Martin Meier an der Orgel. Der 25. Februar 1945 gilt als der schwärzeste Tag des Augustinerklosters – damals hatten englische Bomber zwei Luftminen auf das Kloster geworfen. Im heutigen „Haus der Versöhnung“ befand sich der Keller der Klosterbibliothek, in dem 268 Menschen zwischen 3 Monaten und 83 Jahren Schutz gesucht hatten. Durch die Detonation stürzte das Gebäude zusammen; 267 Menschen starben, ein Mädchen und ein Hund konnten gerettet werden. 2008 wurde das Augustinerkloster erstes Mitglied der Nagelkreuz-Gemeinschaft in Thüringen.

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Susanne Sobko, 0162-2048755, oder Friedemann Kahl, 0151-59128575

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