Herdergeburtstag wird am 25. August in Weimar gefeiert
Festrede und Verleihung des Herderförderpreises
Superintendentur Kirchenkreis Weimar-Apolda, 03643-805840
Zu einem Empfang zum Herdergeburtstag laden Kirche, Diakonie und Klinikum in Weimar am kommenden Dienstag (25. August, 17 Uhr) in die Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche) ein. Die Festrede hält Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), zum Thema „Was bedeutet Menschlichkeit? Herder als Gesprächspartner moderner Diakonie.“. Außerdem wird zum 15. Mal der mit 2.000 Euro dotierte Herderförderpreis verliehen. Die Laudatio hält Prof. Klaus Dicke, Politikwissenschaftler und Rektor a.D. der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Im Anschluss wird zum Geburtstagsfest auf dem Platz hinter der Kirche geladen.
„Menschlichkeit war für Johann Gottfried Herder keine abstrakte Idee, sondern eine Aufgabe. Sie wächst dort, wo Menschen einander mit Würde, Mitgefühl und Verantwortung begegnen. Bildung des Herzens und Achtung vor der Einzigartigkeit jedes Menschen bilden das Fundament seines Denkens. Gerade darin erweist sich Herder als überraschend aktueller Gesprächspartner moderner Diakonie. Sein Verständnis von Menschlichkeit lädt dazu ein, den diakonischen Auftrag nicht nur als Hilfeleistung, sondern als Ausdruck einer Kultur der Mitmenschlichkeit zu verstehen – einer Haltung, die den Menschen in seiner ganzen Würde in den Mittelpunkt stellt“, kommentiert PD Dr. Constance Hartung, Superintendentin des Kirchenkreises Weimar-Apolda, das Thema der Festrede.
Für die musikalische Gestaltung sorgt Kirchenmusikdirektor Johannes Kleinjung. Grußworte halten Peter Kleine, Oberbürgermeister der Stadt Weimar, und Dr. Thadäus Rudolf König, Landtagspräsident des Freistaates Thüringen.
Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Weimar, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Weimar, die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein und das evangelische Sophien- und Hufeland Klinikum Weimar sind Stifter des Herderförderpreises und Gastgeber der Geburtstagsfeier.
Hintergrund:
Der deutsche Theologe, Dichter, Philosoph und Übersetzer Johann Gottfried Herder wurde am 25. August 1744 geboren. Von 1776 bis zu seinem Tod im Jahr 1803 wirkte er als Generalsuperintendent in Weimar. Die evangelische Stadtkirche St. Peter und Paul gilt als eine der bedeutendsten Kirchen Thüringens und wird im Volksmund als „Herderkirche“ bezeichnet. Hier befindet sich auch die letzte Ruhestätte Herders.
Superintendentur Kirchenkreis Weimar-Apolda, 03643-805840